Weniger Höfe - mehr Milch

Lage der Milchhöfe im Sauerland bleibt angespannt


Kühe bei Pressekonferenz Offene Hoftore
© Radio Sauerland

Viele Betriebe müssen schließen, weil sie vom Milchgeschäft nicht mehr leben können.Grund dafür sei unter anderem die Bürokratie, die viel Zeit in Anspruch nehme, sowie das generell niedrige Preisniveau bei Milchprodukten, so ein Sprecher des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter.

Die Milchbauern fordern eine generelle Anhebung des Preisniveaus bei einem Liter Milch von zwölf Cent. Da sowohl die Arbeitsstunden auf dem Hof, als auch die Kosten für die Haltung eines Betriebes gestiegen seien, wäre die Preiserhöhung unvermeidlich, wenn man die Betriebe erhalten will.

Lösungen für den Milchmarkt

Die Zahl der Betriebe sinkt pro Jahr landesweit um gut vier Prozent, daher spricht man im Moment noch von einem reinen Strukturwandel. Bei einem Anstieg bzw. Rückgang um mehr als vier Prozent wäre es ein Strukturbruch, so ein Sprecher der Milchviehhalter.

Obwohl die Zahl der Milchkühe und Höfe stetig zurückgeht, ist die Milchproduktion in NRW auf Rekordniveau. Etwa 1,3 Milliarden Liter Milch sind im vergangenen Jahr bei den Molkereien angeliefert und verarbeitet worden, hat die Landesvereinigung der Milchwirtschaft heute bekannt gegeben.

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