Sauerland: Viele Firmen leiden unter Materialmangel

Betriebe belasten steigende Energiepreise, durch den Krieg in der Ukraine gestörte Lieferketten und die Coronapandemie und ihre Auswirkungen.

Die Spitze des Unternehmensverbands Westfalen-Mitte: Präsident Egbert Neuhaus (rechts) und Geschäftrsführer Dr. Volker Verch  (im Janaur 2017).
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Aktuell leiden die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie bei uns unter erschwerten Produktionsbedingungen. Betroffen sind alle Branchen und auch Unternehmensgrößen, so der Unternehmensverband Westfalen-Mitte. Probleme bereiten die steigenden Energiepreise, durch den Krieg in der Ukraine gestörte Lieferketten und nach wie vor die Coronapandemie und ihre Auswirkungen. Auch der Fachkräftemangel ist und bleibt Thema in der Metall- und Elektrobranche

Dr. Volker Verch, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte:

„Der Krieg in der Ukraine und die explodierten Energiepreise bringen unsere heimischen Betriebe in wachsende Bedrängnis. Die durch den Krieg unterbrochenen Lieferketten führen inzwischen zu einem teilweise massiven Materialmangel. Das wiederum zieht Produktionsausfälle nach sich, die vertraglich vereinbarte Liefertermine gefährden und eventuell Vertragsstrafen bedeuten können. Die hohen Energiepreise verteuern die Produktion. Diese gestiegenen Kosten können von unseren Unternehmen nicht an die Kunden weitergegeben werden. Sie gehen vielmehr zu ihren Lasten und sorgen womöglich für Verluste. Es darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Probleme zu den bereits länger bestehenden Einschränkungen, verursacht durch die Auswirkungen der Pandemie und auch dem Fachkräftemangel, hinzukommen. Eine solche Situation hat Auswirkungen auf die Betriebe. Bislang profitieren wir noch von einem hohen Stellenbestand in den Unternehmen. Allerdings zeigt sich in der Tatsache, dass die Betriebe im April weniger freie Stellen gemeldet als im April 2021 eine erste Verunsicherung, da die weitere Entwicklung momentan nicht einschätzbar ist.“

IHK-Konjunkturumfrage

Auch die Frühjahrskonjunkturumfrage der IHK in Arnsberg hatte Ende letzter Woche gezeigt, dass die Stimmung in vielen Betrieben bei uns getrübt ist. Die Unternehmen im HSK blicken eher pessimistisch in die Zukunft. Krieg, Inflation und gerissene Lieferketten würden vielen Unternehmen Sorgen machen, heißt es auch da.

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