Latroper gegen Wisentzaun

Das Geld würde woanders dringender gebraucht, heißt es aus Schmallenberg-Latrop.

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Nach dem Besuch von Landesumweltministerin Heinen-Esser im Februar haben die Latroper sich mit der Kompromisslösung für das Wisentgatter vor Ort befasst. Viele sind nach wie vor gegen ein Wisentgehege in ihrem Tal, heißt es. Alle Latroper seien sich einig, dass es in der aktuellen Corona-Krise völlig falsch wäre, viel Geld für einen Zaun als Übergangslösung auszugeben. Das Geld würde an anderer Stelle dringender gebraucht. Bei einer virtuellen Dorfversammlung mit anschließender Online-Abstimmung habe es kein einheitliches Bild gegeben. Ein Teil ist komplett gegen ein Gatter, die andere Hälfte fordert einen sehr viel kleineren Zaun. Über das Ergebnis der Umfrage habe man im Dorf viel diskutiert und sich letztendlich gegen eine übergangsweise Gatterlösung entschieden. Es bestehe nach wie vor auch die Befürchtung, daß in Zukunft Gäste wegen des Gatters ausbleiben könnten.

Heinen Esser war Ende Februar in Latrop

Ende Februar war die Ministerin in Latrop gewesen. Knapp 300 Latroper hatten ihren Ärger auf der Pressekonferenz mit der Landesumweltministerin gezeigt. Der letzte Vorschlag war, die Wisente auf rund 800 Hektar einzuzäunen, davon würden allerdings 700 Hektar auf den Schmallenberger Ortsteil Latrop fallen. Ministerin Heinen-Esser hatte damals angeregt, das Gebiet insgesamt auf rund 500 Hektar zu verkleinern.

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