Corona-Krise im Sauerland

Stand 14.08.2020: 59 Erkrankte, 698 Genesene, 18 Tote

Corona Virus 3D Model
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Der Hochsauerlandkreis meldet aktuell (14. August): Erkrankt sind 59 Menschen, genesen sind 698 Menschen. 18 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. In den Krankenhäusern wird aktuell ein Corona-Patient behandelt. Die Zahl aller bestätigten Erkrankten beträgt aktuell 775.

Seit Samstag (08.08.) gilt für Reiserückkehrer aus Risikogebieten eine Corona-Testpflicht.


Seit Donnerstagnachmittag (13.8.) ist eine 6. Klasse der Realschule in Hüsten in Quarantäne. 29 Schüler und eine Lehrerin sind davon betroffen. Ein Schüler war positiv getestet worden. Er ist ein Reiserückkehrer aus dem Kosovo. Auch sein Vater ist aktuell erkrankt.


In Meschede war Anfang August auch ein Kindergarten betroffen. Im AWO-Kindergarten "Mikado" gab es einen Corona-Fall. Deswegen musste eine Kindergartengruppe mit 15 Kindern und zwei Erzieherinnen in Quarantäne. Das Gesundheitsamt testete alle Betroffenen. Wie der Kreis am Freitag (7.8.) mitteilte, sind sämtliche Testergebnisse sind negativ ausgefallen. Aufgrund der Inkubationszeit des Virus müssen die Kinder und Erzieherinnen dennoch bis zum 13. August weiter unter Quarantäne bleiben.


In Schmallenbeg-Dorlar gibt es (Stand 12.08.) ebenfalls einen Corona-Fall in einem Kindergarten. 17 Kinder aus der betroffenen Gruppe und 3 Erzieherinnen stehen deshalb unter Quarantäne. Sie wurden getestet, die Ergebnisse stehen noch aus. Für den Rest des Kindergartens geht der Betrieb normal weiter.


In Hallenberg gibt es zwei Corona-Fälle in einem Kindergarten. In Hesborn bleibt deshalb eine von drei Gruppen bis zum Ende der Sommerferien geschlossen, das hat das Kreisgesundheitsamt angeordnet. Alle anderen Corona-Test in diesem Kindergarten sind negativ ausgefallen.



Auch alle Beschäftigten an öffentlichen und privaten Schulen sowie in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können sich seit Montag, 3. August 20, alle 14 Tage und in abwechselndem Turnus bei niedergelassenen Vertragsärzten, Hausärzten und in Testzentren kostenlos und freiwillig auf das Corona-Virus testen lassen.Ein Verzeichnis niedergelassener Ärzte, die Coronatests in Westfalen-Lippe durchführen gibt es online unter www.coronatestpraxis.de


*Die Zahl der stationären Fälle beschränkt sich nicht auf Menschen aus dem Hochsauerlandkreis. Diese Zahl zeigt nur an, wie viele Corona-Erkrankte in unseren Krankenhäusern behandelt werden. Die Erkrankten können auch aus anderen Kreisen kommen.


Den ersten bestätigten Corona-Fall bei uns im HSK hat es am 10.03.20 in Sundern gegeben. Der Mann war am Wochenende zuvor aus dem Skiurlaub in Ischgl zurückgekehrt und hat sich dort vermutlich angesteckt. Der Mann und seine Familie sind mittlerweile wieder gesund und konnten die häusliche Quarantäne verlassen.


Erkrankte und deren Kontaktpersonen befinden sich bei uns im HSK in häuslicher Quarantäne. Wer sich nicht an die Anordnungen des Gesundheitsamtes hält, begeht laut Kreis eine Straftat. Bei Verstößen drohen Geld- und Freiheitsstrafen.

Der Verlauf im HSK:

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Zahlen für die Städte und Gemeinden

© Hochsauerlandkreis
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Was tun bei Symptomen?

Der Krisenstab des Hochsauerlandkreises bittet, sich mit Symptomen zunächst an den Hausarzt oder an die Hotline des Gesundheitsamtes zu wenden. "Bitte gehen Sie nicht direkt in die Arztpraxen oder Krankenhäuser, die für die Abstriche vorgesehen sind", so der Krisenstab. Bei einem Verdacht wird der Betroffene von dem Hausarzt oder der Hotline direkt zur Abstrichstelle geschickt. Der Coronatest selber besteht aus einem Mund- und Nasenabstrich und ist in wenigen Sekunden genommen.


Hotline für Fragen und Anliegen

Der Hochsauerlandkreis hat eine Hotline eingerichtet. Unter 0291/94-2202 beantwortet der Kreis Fragen zum Thema Corona-Virus. Die Hotline ist montags bis donnerstags von 8 bis 15.30 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr erreichbar. Samstags und an Feiertagen ist die Hotline aktuell nicht mehr geschaltet. Sollte sich die Lage ändern, wird sie aber auch für die Wochenenden reaktiviert.

Auch am Klinikum Hochsauerland gibt es eine Hotline:

Klinikum Hochsauerland: 02931 870-323007 montags bis sonntags 16 - 20 Uhr.


Momentan gehen viele Fragen zu Beitragsrückerstattungen der Kindertagesbetreuung, der Musikschule und der Volkshochschule über die Hotline ein. Der Kreis kümmert sich um Regelungen, die Hotline sollte aber auch nicht mit solchen Fragen belastet werden.

Außerdem bittet der Krisenstab des HSK darum, nicht die Notrufnummern von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst mit Fragen zu dem Corona-Virus zu belasten.

Corona-Warn-App

Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass die Entwickler der Corona-Warn-App für diesbezügliche Fragestellungen eine spezielle Hotline anbieten. Diese ist unter der Rufnummer 0800/7540001 (allgemeine Fragen) oder 0800/7540002 (Anforderung einer TAN im Falle einer eigenen Infizierung) zu erreichen.

Rathäuser, Zulassungsstellen & Co.

Die Rathäuser und die Kreisverwaltung mit ihren Dienststellen in Arnsberg, Brilon und Meschede sind seit dem 04.05. wieder für Besucher geöffnet. Es gelten die bekannte Hygien- und Abstandsregeln. Besucher sollten sich aber vorher einen Termin geben lassen und nur in dringenden Fällen in die Behörden kommen. Viele Anliegen lassen sich online oder per Telefon erledigen, hieß es.


Die Kreisverwaltung darf nur mit einem Mundschutz (Alltagsmaske oder Schal) besucht werden. Die einzelnen Besucher werden zu ihrem Termin in der Regel vom Mitarbeiter am vereinbarten Ort abgeholt, mehrere Besucher können lediglich in Ausnahmefällen zugelassen werden. Die Kreisverwaltung bittet, nur dringend notwendige persönliche Termine wahrzunehmen. Dies gilt insbesondere auch für den Fachdienst Aufenthalts- und Staatsangehörigkeitsrecht (Ausländerbehörde).


Die Zulassungsstellen in Arnsberg, Brilon und Meschede sind ab dem 02.06. wieder geöffnet. Auch hier muss ein Mundschutz getragen werden. Es müssen aber vorher online Termine vereinbart werden. Privatkunden ohne Online-Termin werden nicht bedien. Die Vereinbarung eines Onlinetermins ist HIER möglich.

Die Führerscheinstelle in Arnsberg und Brilon ist wieder wie gewohnt erreichbar. Bitte auch hier vorher telefonisch oder per Mail einen Termin vereinbaren.


Rettungsdienst funktioniert

Der Rettungsdienst im Kreisgebiet ist weiter sichergestellt wird, meldet der Krisenstab des HSK. Die drei Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes und der Kreisverband des Malteser Hilfsdienstes unterstützen jetzt die Rettungsdienste beim Transport von Patienten, die im Verdacht stehen, infiziert zu sein oder es bereits sind. Zudem stehen in Arnsberg-Neheim und Brilon zwei Desinfektionshallen für die Fahrzeuge zur Verfügung. Nach einem Einsatz würden dort die Fahrzeuge von Mitarbeitern desinfiziert. "Sollte es zu einer größeren Zahl von Infektionstransporten kommen, stehen an beiden Rettungswachen Reservefahrzeuge des Regel-Rettungsdienstes zur Verfügung", erläutert Andreas Schäfer, Leiter des Krisenstabes und Leiter des Fachdienstes Rettungsdienst/Feuer- und Katastrophenschutz beim HSK.

Das Land NRW hat dem Hochsauerlandkreis 5.720 Schutzmasken ausgeliefert. Sie sind vor allem für den Umgang mit infizierten Patienten gedacht.

„Eine gute Händehygiene, ausreichend Abstand zu Erkrankten sowie eine entsprechende Husten- und Nies-Etikette helfen wie bei einer Grippe, Übertragungen zu verhindern“, rät Dr. Peter Kleeschulte, Leiter des Kreisgesundheitsamtes.

Achtung vor Betrügern

Der Hochsauerlandkreis warnt vor Trickbetrügern, die sich als Mitarbeiter einer Gesundheitsbehörde ausweisen und die Sauerländer zu Hause auf das Corona-Virus testen wollen. Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass keine Gesundheitsbehörde Tests zu Hause durchführt. Bislang gibt es im Kreis noch keinen Fall. "Wenn es jedoch zu Vorfällen kommen sollte, bitte sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 anrufen", bittet die Kreisverwaltung.

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