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Tiefwasserbelüftung am Möhnesee
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Die rote Linie markiert den Grenzverlauf für das während der Tiefenbelüftung geltende Angelverbot. Der Verlauf der Sauerstoffleitungen ist blau, der Standort der Messboje gelb dargestellt.
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Tiefwasserbelüftung am Möhnesee

Um ein Fischsterben zu verhindern, wird dem Möhnesee Sauerstoff zugeführt, es gilt ein Angelverbot.

Veröffentlicht: Sonntag, 07.09.2025 22:00

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Am Möhnesee laufen in dieser Woche Vorsorgemaßnahmen gegen Sauerstoffmangel. Heute beginnt der Ruhrverband mit der Verlegung von Sauerstoffleitungen im Hauptbecken der Möhnetalsperre. Ab Morgen soll die vorsorgliche Belüftung des Tiefenwassers beginnen, um einem möglichen Fischsterben vorzubeugen.

Mit Beginn der Maßnahme gilt ein Angelverbot im Bereich der Sauerstoffanreicherungsanlage. Die 

imaginäre Linie zwischen zwei Buchten markiert die Grenze:

• Nordufer: erste Bucht von der Staumauer aus gesehen, Höhe Yachtclub Möhnesee

• Südufer: zweite Bucht von der Staumauer aus gesehen

Zudem ist das Festmachen von Booten an den orange-gelben Bojen, die die Anlage kennzeichnen, strikt untersagt, heißt es.

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Vorsorglicher Einsatz für rund vier Wochen

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Die Belüftung des Tiefenwassers ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, die der Ruhrverband in den 

vergangenen Jahren bereits an mehreren Talsperren erfolgreich angewandt hat. Nach bisherigen 

Erfahrungen wird die Belüftung etwa vier Wochen dauern. So lange bleibt auch das Angelverbot in den 

genannten Bereichen bestehen.

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Warum Sauerstoff fehlt

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Zwischen Frühjahr und Herbst bilden sich im Stausee stabile Temperaturschichten. Kaltes, schweres Wasser ist am am Grund und warmes Wasser durch die Sonne oben. Dazwischen ist eine sogenannte Sprungschicht. In ihr verbrauchen Abbauprozesse von abgestorbenem Phyto- und Zooplankton viel Sauerstoff. Es entsteht ein fast sauerstofffreier „Riegel“, der die kälteliebenden Fischarten am Seegrund einschließt. Sinkt der Sauerstoffgehalt dort unter drei Milligramm pro Liter, besteht Gefahr für die Fischbestände. 

Um ein Fischsterben zu verhindern, überwachen der Talsperrenbetrieb, das Kooperationslabor und das Fischereimanagement des Ruhrverbands die Werte seit Ende des Sommers engmaschig. Durch gezielte Belüftung konnte so in den vergangenen Jahren ein Fischsterben in Folge von Sauerstoffmangel verhindert werden. Die stabile Temperaturschichtung löst sich durch stärkere Herbstwinde, kühlere Lufttemperaturen und erhöhte Zuflüsse zur Talsperre meist ab Oktober wieder auf, heißt es.

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Wasserqualität ist unverändert hoch

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Die gemessenen niedrigen Sauerstoffwerte sind ein natürliches Phänomen und stehen nicht im 

Zusammenhang mit der Wasserqualität, so der Ruhrverband. Diese sei in der Möhnetalsperre – ebenso wie in allen anderen Talsperren des Ruhrverbands – weiterhin auf hohem Niveau.

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