Neue Stolpersteine verlegt

Brilon hält Erinnerung an jüdische Opfer wach

In Brilon sind heute 16 neue Stolpersteine verlegt worden. Die Steine mit kleinen Messingplatten obendrauf sollen an jüdische Opfer der Nazi-Zeit erinnern. Sie werden in den Bürgersteigen vor den ehemaligen Häusern der Opfer eingelassen. Die Aktion hat das Jugendparlament der Stadt Brilon angeschoben, finanziert durch Spenden. Zur Verlegung der Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig waren auch rund 100 Schüler aus verschiedenen Briloner Schulen gekommen.

Stolpersteine auch in anderen Orten im HSK

In der Briloner Kernstadt sind bisher 100 Stolpersteine verlegt worden, 20 sollen im kommenden Jahr folgen. Der Plan ist, danach auch die Dörfer mit einzubeziehen. Insgesamt gibt es in 7 sauerländer Städten und Gemeinden Stolpersteine: in Arnsberg, Bestwig, Marsberg, Meschede, Olsberg, Schmallenberg und Sundern. In Winterberg sind sie geplant.

Alles begann mit einem Kunst-Projekt

Der Künstler Gunter Demnig hat vor 27 Jahren die ersten Stolpersteine verlegt. Mit den im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln wird an das Schicksal der Menschen erinnert, die in der Nazi-Zeit verfolgt, ermordet, deportiert oder vertrieben wurden. Auf den Messingtafeln stehen die Namen, Geburts-und Todesjahr der Opfer und eine Kurzinfo zum weiteren Schicksal. Insgesamt hat Demnig bisher über 70.000 Stolpersteine in ganz Europa verlegt.

© Radio Sauerland
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