Heimatpreis für Referinghausen

Die "Digitale Heimatstube" setzt sich gegen 180 Projekte in NRW durch


Referinghausen
© Radio Sauerland

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach kommt heute nach Medebach-Referinghausen. Sie wird dort dem Verein „Dorfgemeinschaft Referinghausen“ die Urkunde für den 3. Platz im NRW-Heimatpreis überreichen. Die Referinghäuser haben eine „Digitale Heimatstube“ entwickelt und sich damit gegen 180 andere Projekte in NRW durchgesetzt. Mit dem Preis sind auch 5000 Euro Preisgeld verbunden. Die Referinghäuser hatten die „Digitale Heimatstube“ anlässlich ihres 750-jährigen Dorfjubiläums im vergangenen Jahr entwickelt. Dafür haben sie bereits von der Stadt Medebach den Heimatpreis bekommen. Für das gesamte Projekt hatte der Verein „Dorfgemeinschaft Referinghausen“ von der NRW-Stiftung 10.000 Euro Startkapital bekommen.

Die Jugend kümmert sich um die Dorfgeschichte

Federführend bei der Umsetzung des Projekts „Digitale Heimatstube“ sind 5 junge Frauen aus Referinghausen. Auch das hat der Jury des NRW-Heimatpreises imponiert. Das Engagement zeichnet aus, dass es sich in besonderer Weise einer modernen und zeitgemäßen Vermittlung von Heimat verpflichtet fühlt, so die Jury in ihrer Urteilsbegründung. In der „Digitalen Heimatstube“ gibt es Fotos von Referinghausen  und Dokumente der Ortsgeschichte, aber auch Interviews mit Einwohnern zu sehen. Einige erzählen auch ihre persönlich liebste Heimatgeschichte. Die leichte Unterhaltung zwischendurch kommt dabei nicht zu kurz: Dafür sorgen eine digitale Zeitmaschine und ein Memory-Spiel mit Bildern aus der Geschichte des Ortes. „So wird Heimat frisch, locker und zukunftsfähig transportiert“, sagt die Jury weiter, “die Dorfgemeinschaft eröffnet Perspektiven, netzaffine oder jüngere Menschen für die konkrete Gestaltung von Heimat zu begeistern.“ Mit dem 3. Preis sind auch 5000 Euro Preisgeld verbunden. Die „Digitale Heimatstube“ steht im Netz unter www.digitales-referinghausen.de

Ministerin kommt mit ihrer "Heimat-Tour" vor Ort

Insgesamt 6 Preise gab es beim Landes-Heimatpreis zu vergeben. Ursprünglich sollten sie zentral im März beim NRW-Heimatkongress in Wuppertal überreicht werden. Da kam Corona dazwischen und der Kongress wurde abgesagt. Nun geht Ministerin Ina Scharrenbach offfiziell auf Heimattour, um die Urkunden vor Ort persönlich zu überreichen. Platz 1 und 2 im Landes-Heimat-Wettbewerb gehen an Projekte im Münsterland und im Kreis Wesel. Zusätzlich hat das NRW-Heimatministerium noch 3 „Sonderpreise Junge Heimat“ ausgelobt. Hier kommen zwei Preisträger aus Siegen und dem Kreis Siegen-Wittgenstein, außerdem aus Augustdorf in der Nähe von Bielefeld.

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