
Wer im Sauerland mit der Bahn unterwegs ist, braucht ab heute mehr Geduld. Auf der Strecke Arnsberg – Meschede stehen umfangreiche Bauarbeiten an, die dafür sorgen, dass dort erstmal keine Züge mehr fahren. Die Sperrung gilt von Freitagabend 21 Uhr bis zum 7. Mai um 5 Uhr, wie die Bahn mitteilt. Betroffen sind die Züge der Linie RE17 und RE57. Für diese gelten während der Sperrung gesonderte Fahrpläne, die online abrufbar und an den Bahnsteigen ausgehängt sind, so die Bahn. Abrufbar sind sie unter bahn.de/service/fahrplaene sowie unter zuginfo.nrw/bauarbeiten.
Tunnel werden saniert
Grund für die Sperrung sind Bauarbeiten an zwei Tunneln auf der Strecke. Diese werden umfangreich saniert, u.a. stehen Spritzbetonarbeiten an den Tunnelinnenwänden auf dem Bauplan. Außerdem werden Maßnahmen zur Stabilisierung und zur besseren Entwässerung ergriffen. Die Tunnel sollen langfristig vollständig erneuert werden. Dafür sind noch Anpassungen an der Infrastruktur notwendig, wie etwa an der Stellwerktechnik. Da die Planungen dieser Arbeiten aktuell noch andauern, werden beide Tunnel bis zu ihrer Erneuerung planmäßig weiter instandgehalten. Während der Arbeiten sei Baulärm nicht immer zu vermeiden, so die Bahn.
Weitere Arbeiten ab Juni
Nach Abschluss der Arbeiten ist die Strecke nur kurzzeitig wieder befahrbar. Schon ab Juni stehen weitere Sperrungen an, diesmal wegen Instandhaltungsarbeiten an insgesamt drei Eisenbahnbrücken zwischen Neheim-Hüsten und Meschede. In der Zeit vom 15. Juni bis zum 12. Dezember 2026 kommt es daher zu einer weiteren Sperrung auf der Strecke. Die Planungen dafür laufen, dazu zählt die Erarbeitung eines Ersatzkonzeptes für den Nahverkehr. Dieses will die Bahn rechtzeitig vor der Sperrung bekanntgeben.
Ersatzverkehrgeplagtes Sauerland
Entlang der sog. Oberen Ruhrtalbahn kam und kommt es immer wieder zu Behinderungen durch Bauarbeiten, etwa am Ellerringhauser Tunnel bei Olsberg. Auch die jetzt betroffene Strecke zwischen Arnsberg und Meschede war zuletzt mehrfach dicht. Am Schienenersatzverkehr gab es zuletzt Kritik, etwa weil Busse und Züge nicht aufeinander abgestimmt waren und Reisende ihre Anschlüsse verpasst haben. Die SBL/FWG-Fraktion im Kreistag des Hochsauerlandkreises hatte deswegen beantragt, dass sich der Kreis und die Nahverkehrsverbände für Verbesserungen beim Schienenersatzverkehr stark machen.