
Besserer Schienenersatzverkehr im Sauerland gefordert
Hochsauerlandkreis und Nahverkehrsverbände sollen Druck bei der Bahn machen. Fahrgäste sollen besser über Schienenersatzverkehr informiert werden. Die nächste Vollsperrung der Oberen Ruhrtalbahn steht Ende Februar zwischen Arnsberg und Meschede an.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.01.2026 05:12
Bahnfahrer im Hochsauerlandkreis müssen seit Jahren immer wieder von der Bahn auf Busse umsteigen. Das kostet Pendler und Reisende viel Zeit und Nerven. Oft wird dann auch noch der Zug beim Umsteigen verpasst. Gründe sind Arbeiten an den Gleisen, Bahnübergängen und am Tunnel in Olsberg-Elleringhausen. Auf Antrag der Kreistagsfraktion SBL/FWG sollen sich jetzt der Hochsauerlandkreis und die Nahverkehrsverbände bei der Bahn für Verbesserungen beim Schienenersatzverkehr stark machen. Heute sind die Forderungen Thema im Verkehrs- und Mobilitätsausschuss des Kreises.
Das ist der Forderungskatalog:
- Alle Züge aus und in Richtung Warburg fahren wieder bis bzw. ab Brilon-Wald
- Alle Züge aus und in Richtung Korbach fahren wieder bis bzw. ab Brilon-Wald / Brilon-Stadt
- Es wird eine Stelle zur Koordinierung zwischen Zug- und Schienenersatzverkehr eingerichtet.
- Diese Koordinierungsstelle ist auch für die Fahrgäste telefonisch erreichbarausschuss des Kreises.
- Alle Fahrten des Schienenersatzverkehrs werden mit Echtzeit-Informationen in die digitalen Auskunftssysteme der Deutschen Bahn und der Träger des öffentlichen Personennahverkehrs aufgenommen.
- In den Zügen werden die anschließenden Fahrten des Schienenersatzverkehrs in Echtzeit angezeigt.
- Das Fahrpersonal des Schienenersatzverkehrs erhält aktuelle Informationen über die Fahrzeiten der Züge, von bzw. zu denen Anschlüsse bestehen sollen
Die SBL/FWG-Fraktion kritisiert die schlechte Abstimmung und Information beim Ersatzverkehr, besonders im östlichen Abschnitt der Oberen Ruhrtalbahn. Auch die Kreisverwaltung hält eine Lösung für dringlich, da die Obere Ruhrtalbahn wichtiges Rückgrat des Nahverkehrsangebotes im Hochsauerlandkreiskreis ist. Die Mängel im Schienenersatzverkehr belasteten die Attraktivität des gesamten Nahverkehrssystems in erheblichen Maße. Die beschriebene Problematik gehe weit über den östlichen Abschnitt der Oberen Ruhrtalbahn hinaus, heißt es in der Verwaltungsvorlage.
Schienenersatzverkehr zwische Ende Februar und Anfang Mai zwischen Arnsberg und Meschede
Der nächste Schienenersatzverkehr kommt auf Fahrgäste der Bahn im Sauerland schon Ende Februar zu. Vom 27.02.2026 (21:00) bis 07.05.2026 (05:00) kündigt die Bahn umfangreiche Gleis- und Weichenarbeiten zwischen Arnsberg und Meschede statt. Deshalb wird die Bahnstrecke vollgesperrt. Zwischen Arnsberg und Meschede fahren in diesem Zeitraum Busse. Durch Brückenarbeiten zwischen Arnsberg und Meschede entfallen aktuell schon die Halte des RE57 in Meschede-Freienohl und Arnsberg-Oeventrop. Wer mit dem Zug zum Beispiel nach Dortmund möchte, muss aktuell auf die Bahnhöfe in Alt-Arnsberg oder Meschede ausweichen.
2028 soll die Obere Ruhrtalbahn wegen des Baus des Elleringhauser Tunnels in Olsberg von März bis September gesperrt werden.