"Wald der Zukunft" in Brilon

Tourismus, Sägewerker, Forstexperten und Naturschützer entwerfen ein Konzept für den Briloner Wald der Zukunft

© Radio Sauerland

Die Sauerländer Wälder schützen u.a. den Boden, das Klima und sorgen für gute Luftqualität und Erholung. Die Fichten bei uns sind überwiegend schon ein Opfer des Klimawandels geworden. Auch in Brilon. Der Forstbetrieb der Stadt hat sich zusammen mit verschiedenen Interessengruppen zwei Jahre Gedanken gemacht, wie ein anpassungsfähiger, klimaresistenter Wald aussehen muss. Das Ergebnis ist das Waldbaukonzept "Wald der Zukunft". Sehr konkret führt es die waldbaulichen Maßnahmen auf, um das Ökosystem Wald zu erhalten. Das Waldbaukonzept wird heute Abend im Briloner Forstausschuss vorgestellt.

Wälder im Klimastress

Die Auswirkungen des Klimawandels sind laut Forstbetrieb auch auch im Briloner Stadtwald unübersehbar: Fichtenbestände sind in weiten Teilen abgestorben. Die durch die Trockenheit geschwächten Bäume hatten dem Borkenkäfer nichts entgegenzusetzen. Noch immer nehmen die Käferpopulationen zu und es muss davon ausgegangen werden, dass nahezu die gesamten Fichtenbestände (4.100 ha von insgesamt 7.750 ha stadteigenem Wald) der Kalamität zum Opfer fallen. Bereits bis heute sind auf ehemaligen Fichtenbeständen Kahlflächen in einem Ausmaß von 2.600 ha entstanden. Und auch der Laubwald gerät durch die Dürre unter Stress, so dass zukünftig auch dort mit erheblichem Schaden zu rechnen ist. Inzwischen werden Temperaturspitzen erreicht, die einigen Baumarten derart zusetzen, dass deren Erhalt gefährdet ist.

Mehr Geld mit dem Wald verdienen

Das Waldbaukonzept schlägt auch Geschäftsfelder vor, in denen der Forstbetrieb der Stadt Brilon seine Umsätze steigern könnte:


Betriebseigene Saatgutproduktion


Anlegen von Grünschnittplantagen


Verkauf von Wildlingen


Verkauf von Wildbret


Versuchsflächen für standortgerechten Obstanbau


Teilnahme an Systemen zur Honorierung von Ökosystemleistungen des Waldes und zur Honorierung des Aufbaus resilienter Wälder

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