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Verdacht auf K.O.-Tropfen in Schmallenberg
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Verdacht auf K.O.-Tropfen in Schmallenberg

K.O.-Tropfen bei einer Party in Schmallenberg-Arpe? Jetzt ermittelt die Polizei.

Veröffentlicht: Montag, 30.03.2026 08:54

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Im Hochsauerlandkreis hat es am Wochenende einen Verdachtsfall auf K.O.-Tropfen gegeben. Am 29.03.2026 erhielt die Polizeiwache Meschede Kenntnis über den Verdacht einer gefährlichen Körperverletzung durch die Verabreichung von K.O.-Tropfen. Eine 19-jährige Schmallenbergerin hatte am Abend zuvor eine Party in Arpe besucht. Im weiteren Verlauf wies die Geschädigte Symptome auf, die sie nicht mit ihrem Alkoholkonsum in Einklang bringen konnte. Sie gab an, plötzlich auftretende Blackouts und Krampfanfälle erlitten zu haben. Die Geschädigte ist anschließend von einem Freund sicher nach Hause gebracht worden. Die weiteren Ermittlungen übernimmt das zuständige Kriminalkommissariat. Hinweise nimmt die Polizeiwache Schmallenberg unter der Telefonnummer 02974-90200 entgegen.

Zuletzt hatte es im Hochsauerlandkreis über Karneval drei K.O.-Tropfen Verdachtsfälle gegeben.

Wer glaubt, Opfer von K.O.-Tropfen geworden zu sein, sollte sich so schnell wie möglich in einem Krankenhaus untersuchen lassen. Für eine erfolgreiche Anzeige sei ein zeitnaher medizinisch-toxikologischer Nachweis wichtig, so die Polizei im Hochsauerlandkreis.

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Empfehlungen zu K.O-Tropfen von der Polizei

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  • Behalten Sie Ihr Getränk im Blick. Lassen Sie es nie unbeaufsichtigt oder von Fremden reichen. 
  • Nehmen Sie keine offenen Getränke von Unbekannten an. Bevorzugen Sie verschlossene oder originalverpackte Getränke. 
  • Gehen Sie mit Freundinnen/Freunden aus, passen Sie gegenseitig aufeinander auf. 
  • Wenn Sie sich plötzlich sehr müde, benommen, verwirrt, übel oder emotional untypisch fühlen: suchen Sie sofort Hilfe. 

Bei Symptomen, die auf K.O.-Tropfen hindeuten: 

  • Sagen Sie laut, dass etwas nicht stimmt und machen Sie andere auf sich aufmerksam. 
  • Bitten Sie um Unterstützung 
  • Rufen Sie im Notfall den Rettungsdienst: 112 (bei akuter medizinischer Hilfe). 
  • Lassen Sie sich ärztlich untersuchen und forensisch testen — Blut/Urintests müssen zeitnah erfolgen, weil die Substanzen nur wenige Stunden nachweisbar sind. 
  • Bewahren Sie möglichst Beweismittel (Flasche, Glas) auf und geben Sie diese nicht weg.
  • Notieren Sie Zeitpunkt, Ort, Beschreibungen und mögliche Zeuginnen und Zeugen. Fotos/Videos können wichtig sein. 
  • Melden Sie Straftaten an die Polizei über den Notruf 110.ien an neuen Rettungswachen laufen
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