Anzeige
Schweinepest-Verdachtsfall in Schmallenberg
Wildschwein
Teilen:

Schweinepest-Verdachtsfall in Schmallenberg

Eine offizielle Bestätigung steht noch aus, über mögliche Maßnahmen wird aber schon diskutiert.

Veröffentlicht: Dienstag, 24.02.2026 16:49

Anzeige

Seit vergangenem Sommer grassiert die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Südwestfalen. Die bestätigten Fälle hatten sich bisher auf die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein beschränkt. Nun könnte die Krankheit auch auf dem Gebiet des Hochsauerlandkreises nachgewiesen werden. Das NRW-Landwirtschaftsministerium hat bestätigt, dass bei einem toten Wildschwein, das bei Schmallenberg-Störmecke gefunden worden war, der Verdacht besteht, dass es mit der ASP infiziert war.

Anzeige

Schutzzäune wurden aufgestellt

Anzeige

Eine offizielle Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut steht zwar noch aus und könne im Laufe der Woche erfolgen, heißt es. Trotzdem werde das Gebiet jetzt verstärkt nach möglichen weiteren toten Tieren und durchsucht, heißt es. Außerdem seien die Behörden bereits in Abstimmung über mögliche Schutzmaßnahmen. Rund um das bisherige Ausbruchsgebiet, die sogenannte Kernzone, wurden bereits Zäune aufgestellt. Das tote Wildschwein sei knapp außerhalb dieser Zone gefunden worden, so das Ministerium. Denkbar sei nun, dass die Zäune ausgeweitet werden. Welche Folgen der Fund für geplante Veranstaltungen rund um Schmallenberg haben könnte, ist bisher unklar. Nach den ersten ASP-Fällen waren im vergangenen Sommer einzelne Veranstaltungen abgesagt worden, weil befürchtet wurde, dass zu viele Menschen Schweine aufschrecken und aus den Sperrzonen treiben könnten.

Anzeige

Schutz von Hausschweinen

Anzeige

Bisher beschränkt sich der ASP-Ausbruch auf Wildschweine, Hausschweine seien nicht betroffen, so das Ministerium. Damit das so bleibt, wurden weitere Maßnahmen ergriffen, die die Ausbreitung der Krankheit verhindern sollen. Dazu zählen etwa gezielte Jagdmaßnahmen. Diese werden von den betroffenen Kreisen koordiniert. Das Land Nordrhein-Westfalen hat eine Richtlinie veröffentlicht, um die betroffenen Kommunen finanziell zu entlasten. Kosten für Maßnahmen wie den Bau und die Wartung von Zäunen oder die Suche nach Kadavern werden erstattet – soweit es der Haushalt erlaubt.

Anzeige
Anzeige
Anzeige