Sauerland: Zahl der Windpockenfälle geht stark zurück

Coronaregeln schützen auch vor Windpocken. so die AOK.

© AOK/hfr

Bei uns im HSK sind im letzten Jahr deutlich weniger Menschen an Infektionskrankheiten erkrankt. Das hat die Krankenkasse AOK NordWest mitgeteilt. Die Kontaktbeschränkungen, Abstands-und Hygieneregeln während der Corona-Pandemie brächten diesen positiven Nebeneffekt mit sich. Auch die Zahl der gemeldeten Windpocken-Fälle ging stark zurück. 2020 wurden nur 23 Infektionsfälle gemeldet, im Vorjahr waren es noch 69.

Corona-Regeln schützen auch vor anderen Infektionskrankheiten

„Wir gehen davon aus, dass die AHA-Regeln und die KiTa- sowie Schulschließungen zu diesem starken Rückgang geführt haben, denn Auslöser für Windpocken ist das sogenannte Varizellen-Zoster-Virus, das durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen wird“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.

Windpocken gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten und sind sehr ansteckend. Viele Tage nach der Ansteckung äußert sich die Infektion in Form von Kopf-, Rücken- oder Gliederschmerzen und Fieber. Dann treten linsengroße rote Flecken auf der Haut auf, die sich zunächst in stark juckende Knötchen, anschließend in Bläschen verwandeln, so die AOK. Die Windpocken-Erreger blieben, wie alle Herpesviren, nach einer durchgemachten Windpockeninfektion im Körper. Sie könnten unter besonderen Umständen reaktiviert werden. Dann verursachten sie die sogenannte Gürtelrose (Zoster). Gegen Windpocken kann man sich impfen lassen.

Größere Ausbrüche im HSK

2018 hatte es in Sundern und Meschede zuletzt größere Windpockenausbrüche in Schulen und Kitas gegeben.

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