Rund 200 Menschen demonstrieren gegen Ferienpark in Amecke

Anwohner protestieren gegen geplanten Ferienpark. Ihr Vorwurf: "Mammut-Siedlung zerstöre die Landschaft am Sorpesee".

© Radio Sauerland

In Sundern-Amecke haben Anwohner gegen den geplanten Ferienpark am Sorpesee. "Keine Rolladensiedlung in Amecke" oder mit "Anlauf ins Verkehrschaos" sind Slogans auf den Demonstrationsplakaten.Sie befürchten, dass die geplante Siedlung den Charakter des Dorfes und die Natur und das Landschaftsbild am Sorpesee zerstört. Sie sprechen von einer "Mammut-Siedlung" in Amecke. Die Initiatoren der Demo fordern, das Bauvorhaben zu stoppen. Sie wollen vor allem den Mitgliedern des Stadtrates zeigen, dass der weitaus größte Teil der Bewohner von Amecke den geplanten Ferienpark ablehne. Ihre Forderung: ein Ferienpark der deutlich kleiner ist und ins Dorfbild passt.

Auf dem Gelände des früheren Amecker Freibades will der neue Besitzer 350 Ferienwohnungen und Häuser bauen. Die Stadt Sundern hätte das Gelände am Sorpesee gerne selber gekauft.

Wie geht es weiter?

Das Thema soll wieder im Stadtrat besprochen werden. Möglicherweise gibt es dazu eine Sonderratssitzung in Sundern. Die Interessengemeinschaft der Bürger aus Amecke fordert die Einleitung des Aufhebungsverfahrens zum Bebauungsplan und den Erlass einer Veränderungssperre. Danach könne über die Neuaufstellung des Bebauungsplanes nachgedacht werden. Dabei sollen die Bürger beteiligt werden. Der aktuell gültige Bebauungsplan lässt einen großen Ferienpark mit vier- bis fünfgeschossigen Häusern zu.

Die Initiative betont, dass sie nicht grundsätzlich gegen eine Ferienhaussiedlung sind. Diese Siedlung müsse sich aber der Landschaft und dem Charakter des Dorfes Amecke anpassen.


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