Olsberg: Tempo 30 auf B7 in Antfeld rückt näher

Anwohner der Straße klagen seit längerem über Lärm. Auf einem Abschnitt soll jetzt die Geschwindigkeit reduziert werden.

Konkret geht es um den Streckenabschnitt zwischen der Bushaltestelle Antfeld Siedlung und der Einmündung der Straße Zum Schieferberg. Dort haben laut Stadt umfangreiche Berechnungen zum Lärmschutz sowie eine straßenverkehrsrechtliche Prüfung ergeben, dass die rechtlichen Voraussetzungen für eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von derzeit 50 auf dann 30 km/h gegeben sind. Diese Maßnahme würde dann für alle Verkehrsteilnehmer gelten, erläutert Bürgermeister Fischer – sowohl tagsüber wie auch nachts.

Weitere Prüfungen nötig

In einem nächsten Schritt werde man nun die Stellungnahme der Polizei sowie des Straßenbaulastträgers, des Landesbetriebs Straßen.NRW abwarten. Dann könne die Bezirksregierung in Arnsberg um ihre Zustimmung gebeten werden. „Das ist eine gute Nachricht für unseren Ort“, freut sich das Antfelder Ratsmitglied Jochen Siedhoff (CDU).

Nicht möglich sei dagegen eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit zwischen der Westseite der Bahn-Unterführung bis zur Bushaltestelle Antfeld Siedlung von jetzt 70 auf dann 50 km/h. Die Berechnungen haben ergeben, dass so eine Lärmminderung von nur einem Dezibel erreicht werde – zu wenig für eine Geschwindigkeitsreduzierung.

Maßnahmen aus Lärmaktionsplan

In nächster Zeit wird die Stadt Olsberg in der Antfelder Ortsdurchfahrt nochmals so genannte Dialog-Displays zum Einsatz bringen. Mit ihnen werden Verkehrsteilnehmer optisch auf die von ihnen gefahrenen Geschwindigkeiten hingewiesen. Nach einer Umsetzung der Geschwindigkeitsreduzierung soll es zudem noch einmal verdeckte – und anonyme – Messungen geben, um den Erfolg der Maßnahme bewerten zu können.

Weitere Maßnahmen zur Lärmreduktion in Antfeld werden dagegen nach jetzigem Stand nicht umgesetzt, vorgeschlagen wurde etwa ein nächtliches Fahrverbot für LKW, die würden dann aber längere Umwege fahren und andere Ortsteile belasten, so Bürgermeister Fischer. Auch eine Versetzung der Ortseingangstafeln an andere Stellen sei nicht möglich, weil es dafür keine rechtliche Grundlage gebe.

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