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Neue Pläne fürs Einkaufen in Meschede
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Neue Pläne fürs Einkaufen in Meschede

Die Stadt Meschede will den Einzelhandel neu ordnen und dabei vor allem die Innenstadt sowie die Nahversorgung stärken. Ein neues Einzelhandels- und Zentrenkonzept soll künftig festlegen, wo Geschäfte am besten angesiedelt werden, welche Bereiche besonders geschützt werden und wie sich die Versorgung mit Lebensmitteln verbessern lässt.

Veröffentlicht: Donnerstag, 18.06.2026 04:00

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Hintergrund ist, dass das bisherige Konzept als veraltet gilt. In den vergangenen Jahren hat sich der Handel in Meschede deutlich verändert. Kleine Geschäfte haben aufgegeben, der Online-Handel ist stärker geworden und in der Innenstadt fehlen wichtige Angebote. Besonders spürbar ist das bei der Nahversorgung: In der Kernstadt haben mit Aldi und Rewe zwei Lebensmittelmärkte geschlossen.

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Innenstadt und Freienohl im Mittelpunkt

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Mit dem neuen Konzept will die Stadt klare Regeln für künftige Planungen schaffen. Ziel ist es, die Innenstadt als wichtigsten Einkaufsort zu stabilisieren, wichtige Versorgungsbereiche zu schützen und die Nahversorgung der Menschen zu verbessern.

Im Zentrum der Planungen stehen zwei wichtige Bereiche: die Innenstadt von Meschede und Freienohl-Süd mit der südlichen Bahnhofstraße. Die Innenstadt soll weiter das Hauptzentrum bleiben. Dort sollen vor allem Geschäfte erhalten oder angesiedelt werden, die viele Menschen anziehen und das Zentrum lebendig halten.

Auch Freienohl-Süd soll eine wichtige Rolle spielen. Der Bereich wird im neuen Konzept als Stadtteilzentrum eingeordnet. Damit soll gesichert werden, dass auch dort Einkaufsmöglichkeiten und wichtige Angebote für die Bevölkerung erhalten bleiben.

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Nahversorgung bleibt ein großes Thema

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Ein Schwerpunkt des Konzepts ist die Versorgung mit Lebensmitteln. Nach Einschätzung der Gutachter gibt es vor allem in der südlichen Kernstadt und in der Innenstadt Lücken. Viele größere Lebensmittelmärkte liegen eher nördlich oder in anderen Lagen. Das bedeutet für viele Menschen längere Wege beim täglichen Einkauf.

Deshalb wurden mehrere mögliche Flächen für neue Lebensmittelmärkte untersucht. Geprüft wurden unter anderem die Bereiche Post, Bahnschiene West, Le-Puy-Straße, Brückenstraße, Kolpingstraße, Kreishaus und Rautenschemm.

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Keine perfekte Fläche gefunden

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Das Ergebnis fällt gemischt aus. Einige Flächen gelten als ungeeignet, andere nur als eingeschränkt geeignet. Besonders die Bereiche Bahnschiene West, Kolpingstraße, Kreishaus und Rautenschemm kommen grundsätzlich infrage, haben aber jeweils Nachteile etwa bei Erreichbarkeit, Sichtbarkeit oder Zuschnitt.

Eine perfekte Lösung gibt es damit aktuell nicht. Trotzdem sieht die Stadt dort Chancen, langfristig wieder großflächigen Lebensmitteleinzelhandel in der Innenstadt oder innenstadtnah zu ermöglichen.

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Stadt reagiert auf Leerstände und Wandel im Handel

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Das neue Konzept ist auch eine Reaktion auf den allgemeinen Wandel im Einzelhandel. Die Zahl der Geschäfte ist in Meschede in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Gleichzeitig gibt es in der Innenstadt Leerstände, vor allem in Randlagen. Dazu kommt der Druck durch den Online-Handel, der besonders innenstadttypische Branchen wie Mode, Schuhe oder Elektronik trifft.

Nach den Untersuchungen ist Meschede bei einigen Bereichen trotzdem gut aufgestellt. Vor allem bei Baumärkten, Gartenbedarf und Möbeln gibt es ein starkes Angebot. Schwächer ist die Lage dagegen bei Lebensmitteln in bestimmten Stadtbereichen.

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So geht es jetzt weiter

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Zunächst ist das neue Konzept heute (18.06.) Thema im Stadtentwicklungsausschuss, der soll dem Rat empfehlen, das Konzept zu beschließen.  Die Stadt verspricht sich von dem neuen Konzept mehr Planungssicherheit für Händler, Investoren und Betreiber. Gleichzeitig soll die Innenstadt als Einkaufsort gestärkt und die Versorgung der Menschen im Alltag verbessert werden. Langfristig könnte das auch dazu beitragen, unnötige Autofahrten zu vermeiden, wenn mehr Angebote wieder näher an Wohngebieten liegen.

Auch in Marsberg wird derzeit über ein neues Einzelhandelskonzept diskutiert.

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