
Die Geflügelpest greift weiter um sich: das Paderborner Kreisveterinäramt meldet einen neuen Verdachtsfall in Delbrück-Boke. In Laborproben hat ein Untersuchungsamtes den Erreger bereits nachgewiesen. Rund 350 Gänse waren von dem hochansteckenden Virus betroffen und mussten getötet werden. Zuvor war diese Woche ein weiterer Geflügelpestfall in einem Betrieb in Delbrück-Westenholz bekannt geworden. Dort wurden 2.100 Enten gekeult. Insgesamt gab es kreisweit dort bisher acht nachgewiesene Fälle.
Maßnahmen zur Eindämmung
Ab Samstag gilt eine vorläufige Sperrzone in einem Radius von zehn Kilometern rund um den betroffenen Hof in Delbrück-Boke. So wird am Wochenende bereits unter anderem der Transport von lebendem Geflügel eingeschränkt. „Zudem weiten wir für die aktuell geltende Aufstallpflicht auf das gesamte Kreisgebiet aus“, erklärt Kreisveterinärin Bettina Bertelt. Die Maßnahme greift ebenfalls ab Samstag. Aktuell gilt die Aufstallpflicht für das Stadtgebiet Delbrück und Teile von Salzkotten, Hövelhof und Paderborn. „Diese Maßnahmen sind unabdingbar, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen“, so Bertelt weiter.
Zwei Fälle im HSK
Im Hochsauerlandkreis haben sich bisher zwei Geflügelpestverdachtsfälle bestätigt, zuletzt Anfang der Woche bei einem toten Bussard in Bestwig-Ostwig. Eine Stallpflicht gibt es hier bisher nicht, allerdings sind Geflügelhalter angehalten, ihre Tiere freiwillig drinnen zu lassen sowie Sicherheits- und Hygieneregeln einzuhalten.