
Erst im September war der Rat der Stadt Sundern bei den Kommunalwahlen neu gewählt worden und hat seine Arbeit Anfang November aufgenommen. Auch für Jacqueline Bila, die seitdem neue Bürgermeisterin der Stadt Sundern ist und die Sitzungen des Rates leitet, war es eine der ersten Gelegenheiten, gemeinsam mit dem Rat zentrale Entscheidungen für die Stadt zu finden, heißt es.
Weichenstellung für 2026
Gerade deshalb habe die letzte Sitzung eine besondere Bedeutung gehabt, so die Stadt. Sie dient dazu, erste Themen aus der neuen Wahlperiode aufzugreifen, laufende Vorhaben zu ordnen und die Grundlagen für die Arbeit im kommenden Jahr zu schaffen. In der Sitzung befasste sich der Rat der Stadt Sundern mit mehr als 35 Tagesordnungspunkten. Zu den zentralen Themen der Sitzung zählten der Finanzbericht und die Einbringung des Haushaltsentwurfs für 2026, der die finanziellen Möglichkeiten und Schwerpunkte der Stadt für das kommende Jahr abbildet mit einem Gesamtvolumen von 96,5 Millionen Euro an Aufwendungen. Der Entwurf ist für alle Interessierten auf der Homepage der Stadt Sundern einsehbar.
"Auch, wenn wir als Rat und Verwaltung erst seit wenigen Wochen zusammenarbeiten, war diese Sitzung ein wichtiger Schritt. Sie zeigt, dass wir handlungsfähig sind und gemeinsam Verantwortung für die Zukunft unserer Stadt übernehmen“, so Bürgermeisterin Jacqueline Bila.
Sanierung der Dreifachsporthalle
Der Zustand der Dreifachsporthalle in Sundern beschäftigt die Stadtverwaltung schon länger. Der Bedarf für eine Sanierung bestehe insbesondere durch das inzwischen bauliche Alter der Immobilie und insbesondere der Sanitäranlagen, auch eine energetische Sanierung sei dringend notwendig, heißt es. Die Stadt hofft auf Fördermittel aus dem Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ des Bundes, der Rat hat zugestimmt, entsprechendes Interesse bekunden zu wollen. Bis zum 15. Januar muss die Verwaltung nun einen Entwurf vorlegen und beim Fördergeber einreichen.
Lärmaktionsplan
Der im letzten Jahr durch den Rat der Stadt Sundern beschlossene Lärmaktionsplan wurde vor Kurzem in fünf Maßnahmenbereichen im Stadtgebiet (Hachen, Stemel, Sundern, Silmecke und Seidfeld) mit Geschwindigkeitsreduzierungen von Tempo 50 auf Tempo 30 umgesetzt. Ziel war es, Lärm zu verringern und die Gesundheit der Anwohner zu schützen. Nachdem die Maßnahme umgesetzt wurde, gab es laut Stadt nicht nur zahlreiche negative sowie positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung, sondern auch eine neue politische Bewertung der Maßnahmen. Die Stadtverwaltung wurde nun vom Rat der Stadt Sundern beauftragt, eine Umfrage im ersten Halbjahr 2026 durchzuführen, um die Akzeptanz in der Bevölkerung sowie die Auswirkungen auf Verkehrsfluss, Lärm und Mobilität sowie mögliche Alternativen zu prüfen. Die Stadtverwaltung wird die Umfrage gemeinsam mit der Politik abstimmen.
Gebühren im Bereich Abfall und Abwasser
Der Rat der Stadt Sundern hat die Änderungen der Gebührensatzungen im Bereich Abfall und Entwässerung beschlossen. Die Abfallgebühren für das Jahr 2026 werden beibehalten. Die Entwässerungsgebühren für 2026 steigen um 19 Cent pro m³, davon entfallen sieben Cent an den Ruhrverband. Die Wassergebühren Grundgebühr erhöht sich um 0,25 Cent und die Verbrauchsgebühr um 10 Cent.
Weiterer Betrieb des Strandbades in Langscheid
Der Rat hat außerdem beschlossen, das Strandbad in Langscheid für das kommende Jahr nochmal als öffentliche Badestelle zu betreiben. Gleichzeitig wird die Sorpesee GmbH beauftragt, eine belastbare Evaluierung in der Badesaison durchzuführen, damit die Politik über die weitere Betriebsart für 2027 und folgende beraten kann.