Corona-Krise im HSK

Stand 27.05.2020: 12 Erkrankte, 578 Genesene, 17 Tote

Corona Virus 3D Model
© creativeneko/shutterstock.com

Der Hochsauerlandkreis meldet aktuell (27. Mai, 9 Uhr): Genesen sind 578 Menschen, aktuell erkrankt zwölf Menschen. 17 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Keiner der Erkrankten wird im Krankenhaus behandelt. Die Zahl aller bestätigten Erkrankten beträgt damit 607.


Den ersten bestätigten Corona-Fall bei uns im HSK hat es am 10.03.20 in Sundern gegeben. Der Mann war am Wochenende zuvor aus dem Skiurlaub in Ischgl zurückgekehrt und hat sich dort vermutlich angesteckt. Der Mann und seine Familie sind mittlerweile wieder gesund und konnten die häusliche Quarantäne verlassen.


Erkrankte und deren Kontaktpersonen befinden sich bei uns im HSK in häuslicher Quarantäne. Wer sich nicht an die Anordnungen des Gesundheitsamtes hält, begeht laut Kreis eine Straftat. Bei Verstößen drohen Geld- und Freiheitsstrafen.

Der Verlauf im HSK:

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Zahlen für die Städte und Gemeinden

Stand: 22.05.20© Hochsauerlandkreis
Stand: 22.05.20
© Hochsauerlandkreis

Situation in Pflegeheimen

In den beiden Pflegeeinrichtungen ist ein Großteil der Infizierten wieder genesen.

Im Seniorenzentrum Blickpunkt in Meschede wurde heute (18.05.) die Quarantäne für die gesamte Einrichtung aufgehoben.

Im Pflegeheim Haus Waldesruh in Winterberg ist die Quarantäne mittlerweile aufgehoben worden. Eine Bewohnerin ist zwar noch positiv getestet worden, aber seit 14 Tagen symptomfrei. Sie wird jetzt in Einzelisolation betreut, bis auch ihr Test negativ ist. (Stand: 14.05.)

Wenn es in einer Einrichtung einen Verdacht auf eine Erkrankung gibt, veranlasst das Kreisgesundheitsamt, dass alle Bewohner und Mitarbeiter einer Station direkt getestet werden – auch die ohne Symptome. Mitarbeiter, die Symptome aufweisen, kommen umgehend in eine häusliche Quarantäne. Weiterhin wird auch darauf geachtet, dass sich das Personal nur noch auf einer Station aufhält, um Infektionen in anderen Stationen vorzubeugen. Sollte es Anzeichen einer Erkrankung in weiteren Stationen geben, wird auch dort schnell getestet und eine Quarantäne angeordnet.

Im Hochsauerlandkreis gibt es rund 4.200 Bewohner in stationären Einrichtungen. Oberstes Ziel in der Corona-Pandemie ist, den Bewohnern die bekannte Umgebung zu erhalten. Die Einrichtungen sind wegen der alten Menschen und deren Vorerkrankungen besonders sensibel. Durch die Pflegesituation gibt es einen engen Kontakt mit dem Personal und damit auch die große Gefahr einer sogenannten Infektionsverschleppung.

Der Krisenstab des Hochsauerlandkreises organisiert derzeit weitere Pflegeplätze, falls ein Heim komplett ausfallen sollte. So hat beispielsweise der Caritasverband Arnsberg-Sundern über 80 zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt. Weiterhin prüft der Krisenstab mögliche Ausweichquartiere. Nach einer Begehung werden die Planungen mit zwei Objekten fortgeführt, da diese für die Besonderheiten der Pflege (z.B. Aufzug, Platz für Pflegebetten, Hygiene) geeignet sind.

Der Hochsauerlandkreis bittet im Namen der Pflegekräfte im ambulanten Dienst darum, Verwandte an Ostern nicht zu besuchen. Durch Besuche von Familienmitgliedern wie Kindern und Enkelkindern steige das Risiko einer Infektion deutlich. Der Krisenstab empfiehlt Angehörige anzurufen, einen Ostergruß zu schreiben oder die Möglichkeiten zum Beispiel von Skype oder WhatsApp zu nutzen.

Was tun bei Symptomen?

Der Krisenstab des Hochsauerlandkreises bittet, sich mit Symptomen zunächst an den Hausarzt oder an die Hotline des Gesundheitsamtes zu wenden. "Bitte gehen Sie nicht direkt in die Arztpraxen oder Krankenhäuser, die für die Abstriche vorgesehen sind", so der Krisenstab. Bei einem Verdacht wird der Betroffene von dem Hausarzt oder der Hotline direkt zur Abstrichstelle geschickt.

Sauerländer, die auf das Coronavirus getestet wurden, warten im Moment durchschnittlich drei bis vier, manchmal sogar fünf Tage auf das Testergebnis. Das teilt das Kreisgesundheitsamt auf eine Anfrage von Radio Sauerland mit. Demnach arbeiten die Testlabore rund um die Uhr auf Hochtouren. Um die Kapazitäten zu erhöhen untersucht auch das Veterinäramt in Arnsberg die Proben. Der Coronatest selber besteht aus einem Mund- und Nasenabstrich und ist in wenigen Sekunden genommen.

Unterdessen haben im Hochsauerlandkreis alle Apotheken geöffnet. Das hat der Krisenstab mitgeteilt. Die Versorgung mit Arzneimitteln sei gesichert, Einschränkungen gebe es insbesondere bei Pneumokokkenimpfstoff sowie Desinfektionsmitteln und Rohmaterialien zur Herstellung solcher Mittel, so Amtsapotheker Christian Stockebrand.

Hotline für Fragen und Anliegen

Der Hochsauerlandkreis hat eine Hotline eingerichtet. Unter 0291/94-2202 beantwortet der Kreis Fragen zum Thema Corona-Virus. Die Hotline ist montags bis donnerstags von 8 bis 15.30 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr erreichbar. Samstags und an Feiertagen ist die Hotline aktuell nicht mehr geschaltet. Sollte sich die Lage ändern, wird sie aber auch für die Wochenenden reaktiviert.

Auch am Klinikum Hochsauerland gibt es eine Hotline:

Klinikum Hochsauerland: 02931 870-323007 montags bis sonntags 16 - 20 Uhr.


Momentan gingen viele Fragen zu Beitragsrückerstattungen der Kindertagesbetreuung, der Musikschule und der Volkshochschule über die Hotline ein. Der Kreis kümmert sich um Regelungen, die Hotline sollte aber auch nicht mit solchen Fragen belastet werden.

Außerdem bittet der Krisenstab des HSK darum, nicht die Notrufnummern von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst mit Fragen zu dem Corona-Virus zu belasten.

Einschränkungen im öffentlichen Leben

Die Rathäuser und die Kreisverwaltung mit ihren Dienststellen in Arnsberg, Brilon und Meschede sind ab Montag (04.05.2020) wieder für Besucher geöffnet. Es gelten die bekannte Hygien- und Abstandsregeln. Besucher sollten sich aber vorher einen Termin geben lassen und nur in dringenden Fällen in die Behörden kommen. Viele Anliegen lassen sich online oder per Telefon erledigen, hieß es.


Die Kreisverwaltung darf nur mit einem Mundschutz (Alltagsmaske oder Schal) besucht werden.Die einzelnen Besucher werden zu ihrem Termin in der Regel vom Mitarbeiter am vereinbarten Ort abgeholt, mehrere Besucher können lediglich in Ausnahmefällen zugelassen werden. Die Kreisverwaltung bittet, nur dringend notwendige persönliche Termine wahrzunehmen. Dies gilt insbesondere auch für den Fachdienst Aufenthalts- und Staatsangehörigkeitsrecht (Ausländerbehörde).

Die Zulassungsstellen in Arnsberg und Brilon bleiben geschlossen. Der Publikumsverkehr für die Bürger ist nach der Online-Terminvergabe (montags bis freitags von 7.30 bis 17.30) nur im Kreishaus Meschede möglich.

Privatkunden ohne Online-Termin können leider nicht bedient werden. Die Vereinbarung eines Onlinetermins ist unter www.hochsauerlandkreis.de - Terminvereinbarung Kfz-Zulassungsstelle möglich.

Es können nur Anliegen bearbeitet werden, die vollständig und richtig vorliegen.


Folgende Vorgänge bearbeitet die Zulassungsstelle derzeit nicht:

- Abnahme/Entgegennahme von Versicherungen an Eides statt

- Bescheinigungen aller Art (z.B. Haltedauerbescheinigungen, Bescheinigungen zur Erlangung einer Zweitschrift der Betriebserlaubnis, Bestätigung FIN)

- Neuzuteilung von roten Dauerkennzeichen - Zulassung von Oldtimerfahrzeugen

- Zuteilung von Ausfuhrkennzeichen

- Umkennzeichnung von Fahrzeugen (außer Verlust, Diebstahl)


Aufgrund der erhöhten Arbeitsbelastung besteht kein Anspruch auf Bearbeitung der Anträge am Abgabetag. Alles Informationen dazu gibt es auf www.hochsauerlandkreis.de.


Auch das Haus des Gastes in Olsberg mit der DB-Reiseagentur für den Fahrkartenverkauf hat ab Montag, 04.05.20, wieder geöffnet.


Der Bahnverkehr im Sauerlandnetz fährt bis auf ein paar Ausdünnungen auf den Strecken Bestwig nach Brilon und Bestwig nach Winterberg im Stundentakt. Mehr Infos zu den Sonderfahrplänen gibt es auf www.mobil.nrw (Klick!)


Das Kreisjugendamt bietet ab sofort verschiedene Angebote rund um das Thema Corona. Bei Langeweile, Fragen und Sorgen gibt es auf der Internetseite des Hochsauerlandkreises unterschiedliche Beratungsabgebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Beispielsweise gibt es dort Infos, wie man am besten mit einer Quarantänesituation umgeht.

Rettungsdienst funktioniert

Außerdem meldet der Krisenstab, dass der Rettungsdienst im Kreisgebiet weiter sichergestellt wird. Die drei Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes und der Kreisverband des Malteser Hilfsdienstes unterstützen jetzt die Rettungsdienste beim Transport von Patienten, die im Verdacht stehen, infiziert zu sein oder es bereits sind. Zudem stehen in Arnsberg-Neheim und Brilon zwei Desinfektionshallen für die Fahrzeuge zur Verfügung. Nach einem Einsatz würden dort die Fahrzeuge von Mitarbeitern desinfiziert. "Sollte es zu einer größeren Zahl von Infektionstransporten kommen, stehen an beiden Rettungswachen Reservefahrzeuge des Regel-Rettungsdienstes zur Verfügung", erläutert Andreas Schäfer, Leiter des Krisenstabes und Leiter des Fachdienstes Rettungsdienst/Feuer- und Katastrophenschutz beim HSK.

Das Land NRW hat dem Hochsauerlandkreis 5.720 Schutzmasken ausgeliefert. Sie sind vor allem für den Umgang mit infizierten Patienten gedacht. Derzeit werden sie an unsere Krankenhäuser und Pflegedienste verteilt.

„Eine gute Händehygiene, ausreichend Abstand zu Erkrankten sowie eine entsprechende Husten- und Nies-Etikette helfen wie bei einer Grippe, Übertragungen zu verhindern“, rät Dr. Peter Kleeschulte, Leiter des Kreisgesundheitsamtes.

Achtung vor Betrügern

Der Hochsauerlandkreis warnt vor Trickbetrügern, die sich als Mitarbeiter einer Gesundheitsbehörde ausweisen und die Sauerländer zu Hause auf das Corona-Virus testen wollen. Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass keine Gesundheitsbehörde Tests zu Hause durchführt. Bislang gibt es im Kreis noch keinen Fall. "Wenn es jedoch zu Vorfällen kommen sollte, bitte sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 anrufen", bittet die Kreisverwaltung.

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