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Rathaus Olsberg 2018.
© Radio Sauerland
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Bauhof Olsberg soll alternativen Diesel tanken

Die Stadt Olsberg will ihre Fahrzeuge künftig mit dem alternativen Dieselkraftstoff HVO 100 betanken. Dafür ist eine eigene Tankanlage am Baubetriebshof geplant. Sie soll zunächst den Bauhoffahrzeugen dienen und könnte später auch von der Freiwilligen Feuerwehr genutzt werden. Auch andere Kommunen im Sauerland nutzen den Kraftstoff schon.

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HVO 100 ist ein alternativer Kraftstoff für Dieselmotoren. Olsbergs Bauhofleiter Bernd Pape stellte die Pläne im Ausschuss Planen und Bauen vor. Nach Angaben der Stadt können alle Fahrzeuge des Baubetriebshofs den Kraftstoff gemäß den vorliegenden Herstellerfreigaben ohne technische Umbauten nutzen.

Auch für Feuerwehrfahrzeuge und dieselbetriebene Notstromaggregate kommt HVO 100 grundsätzlich infrage. Ob sie tatsächlich damit betrieben werden können, hängt von der Freigabe für das jeweilige Modell ab.

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Weniger CO2

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Die Stadt erhofft sich zudem eine bessere Klimabilanz. Laut der im Ausschuss vorgestellten Berechnung können die CO₂-Emissionen gegenüber fossilem Diesel um bis zu 80 Prozent sinken. Wie hoch die Einsparung für Olsbergs Fahrzeuge tatsächlich ausfällt, steht damit noch nicht fest.

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Was die Tankanlage kosten soll

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Der Bauhof verbraucht nach den vorgelegten Zahlen rund 3.000 Liter Kraftstoff im Monat, die Feuerwehr weitere 750 Liter. Zusammen wären das etwa 45.000 Liter im Jahr. Bei einer direkten Abnahme rechnet die Stadt für HVO 100 mit einem Preisvorteil von rund 20 Cent je Liter. Daraus ergäbe sich eine mögliche Ersparnis von etwa 9.000 Euro jährlich - vorausgesetzt, auch die Feuerwehr nutzt den Kraftstoff und der angenommene Preisvorteil bleibt bestehen.

Für die Tankanlage sind rund 43.000 Euro einschließlich Installation und Mehrwertsteuer veranschlagt. Die jährliche Wartung soll etwa 500 Euro kosten. Nach der Kalkulation der Stadt könnte sich die Investition innerhalb von rund fünf Jahren bezahlt machen.

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Kraftstoffvorrat für den Bedarfsfall

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An der geplanten Tankanlage will Olsberg einen Vorrat von rund 4.000 Litern vorhalten. Die Stadt verweist außerdem auf die lange Lagerfähigkeit und Kältebeständigkeit von HVO 100. Die Anlage soll so nicht nur die regelmäßige Betankung ermöglichen, sondern auch einen eigenen Kraftstoffvorrat für den Bedarfsfall schaffen.

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Wo HVO 100 im Sauerland bereits genutzt wird

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Olsberg wäre mit HVO 100 nicht allein: Nach den im Ausschuss vorgestellten Angaben hat die Stadt Winterberg ihre Fahrzeuge bereits auf den Kraftstoff umgestellt. Straßen.NRW erprobt ihn demnach seit 2024 am Stützpunkt Winterberg.

Auch die Technischen Dienste der Stadt Arnsberg haben HVO 100 getestet. Nach einer im Juni 2026 abgeschlossenen Testphase kündigte die Stadt an, künftig unter anderem Fahrzeuge der Abfallwirtschaft und Kehrmaschinen damit zu betanken. Auch die Gemeinde Eslohe nutzt den alternativen Kraftstoff schon. Damit kann Olsberg bei der geplanten Umstellung auf Erfahrungen anderer Kommunen in der Region zurückgreifen.

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