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Zustand unserer Wälder wird erfasst
© Wald und Holz NRW/Nicole Fliegler
Beim Erfassen des Zustands der Wälder gilt das Zwei-Augen-Prinzip
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Zustand unserer Wälder wird erfasst

Im Moment läuft die Waldzustandserhebung 2026. Zweier-Teams sind im Wald unterwegs und prüfen den Gesundheitszustand

Veröffentlicht: Sonntag, 26.07.2026 22:49

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Jetzt läuft auch im Sauerland die aktuelle Waldzustandserhebung 2026. Speziell geschulte Zweier-Teams prüfen dabei landesweit rund 10.000 Bäume. Für den Wald im Sauerland gibt es dabei zumindest etwas Hoffnung: Die Erhebung 2025 hatte gezeigt, dass sich der Zustand nach den schweren Schäden durch die Borkenkäferplage und und anhaltende Trockenheit seit 2018 leicht verbessert hat. Trotzdem bleibt die Lage vielerorts kritisch, besonders bei den Eichen. Die Waldzustandserhebung wird seit 1984 jedes Jahr durchgeführt. Ziel ist es, verlässliche Daten über den aktuellen Zustand der Wälder in Nordrhein-Westfalen und ihre langfristige Entwicklung zu bekommen.

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Baumkrone als diagnostisches Element

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Die Teams des Landesbetriebs Wald und Holz NRW untersuchen die Bäume in einem standardisierten Verfahren und bewerten dabei vor allem die Kronen.

„Um herauszufinden, wie es dem Wald geht, fragt man am besten die Bäume“, sagt Kay Genau, Experte für Waldinventuren im Zentrum für Wald und Holzwirtschaft in Arnsberg. „Jeder Baum ist ein Individuum. Betrachtet man ihn sehr genau von allen Seiten, erfährt man eine Menge über seinen aktuellen Gesundheitszustand“, erklärt Genau. Besonders die Krone ist ein sensibler Indikator für Umweltstress, Nährstoffversorgung und Schädlingsbefall. Form, Dichte, Nadel- oder Blattverlust sowie sichtbare Schädigungen geben Aufschluss über den Gesundheitszustand des Baumes.

Die sogenannte Lichtkrone – also der lichtexponierte obere Bereich der Baumkrone – wird mit einem Fernglas analysiert. Dabei wird unter anderem die Kronenverlichtung in Prozent erfasst. Dieser Wert gibt an, wie stark der Blatt- oder Nadelverlust im Vergleich zu einem vitalen Referenzbaum ist. Ein Baum ohne sichtbare Vitalitätsverluste erhält den Wert 0 %, während zunehmende Schäden in Fünf-Prozent-Schritten dokumentiert werden. Zusätzlich werden Symptome wie Rindenveränderungen, Wucherungen oder mechanische Verletzungen verzeichnet. Die Diagnose umfasst auch Hinweise auf biotische Schadursachen wie Insektenbefall oder Pilzinfektionen.

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