
Zum Nachhören - Eid auf die Fahne - Öffentliches Gelöbnis in Medebach
Panzersperren vor dem Medebacher Marktplatz - die Innenstadt war für den Verkehr total gesperrt. Der Grund: das erste Öffentliche Gelöbnis im Sauerland seit 16 Jahren. Das letzte hatte in Hallenberg stattgefunden. 110 Rekruten haben auf die Fahne ihren Eid geschworen - die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland notfalls mit ihrem Leben zu verteidigen. Das Öffentliche Gelöbnis in Medebach erlebten am Samstag rund 1500 Zuschauer mit. Die Rekruten kamen von der Panzerbrigade 21 von den Standorten Unna und Ahlen.
Veröffentlicht: Sonntag, 14.06.2026 15:27
Bundeskanzler erinnert an eigene Bundeswehrzeit
Es ist ein besonderer Eid, den die Soldatinnen und Soldaten in Medebach leisten. Ab jetzt sind sie Bundeswehrsoldaten. Sie haben eine besondere Verpflichtung. Bundeswehrsoldat - das ist kein Job wie jeder andere, sagt Bundeskanzler Friedrich Merz. Soldaten müssen oft den Wohnort wechseln - sind besonderen Belastungen ausgesetzt - vor allem in gefährlichen Einsätzen. Der Kanzler erinnert sich an seine eigene Bundeswehrzeit. Er hat in schwierigen Situationen viel zurückbekommen.Merz wurde an der Panzerhaubitze ausgebildet - Dienstgrad Fahnenjunker. Der Kanzler am Samstag: "Das Gemeinschaftserlebnis hat mich geprägt und gestärkt."
Bundeswehr ist wieder angekommen in der Bevölkerung
Als Friedrich Merz seinen Bundeswehrdienst absolvierte, waren Öffentliche Gelöbnisse unerwünscht. Das hat sich geändert. In Medebach freuten sich die Zuschauer über das Gelöbnis in ihrer Stadt. Das empfanden auch die Rekruten so. Die 19jährige Lina aus Dresden hielt als Rekrutensprecherin eine Rede, erzählte ebenfalls von Belastungen, die sie gemeinsam mit ihren Kameradinnen und Kameraden ausgehalten hat. "Das hat mich stärker gemacht." Und Lina weiter:
"Solche Öffentlichen Gelöbnisse zeigen, dass die Bundeswehr auch zu unserer Zivilgesellschaft gehört."

