
Heinrich und Hilda Steffensmeier haben in den 20er Jahren geheiratet. Sie haben 3 Töchter bekommen: Helga, Irmgard und Ingeborg. Von Berlin sind sie nach Essen gezogen, wo die Frauen der Familie untertauchen mussten. Die jüdische Mutter und ihre 3 Töchter haben sich vor den Nazis verborgen, um nicht deportiert zu werden. Von Essen sind die Frauen mit Hilfe eines groß angelegten Hilfsnetzwerkes ins Sauerland geflüchtet und haben dort auf dem Gelände des jetzigen Klosters Oelinghausen gelebt. Dort haben sie sich monatelang versteckt. teilweise lebten sie in einer kleinen Nische hinter einem Schrank oder in kleinen Räumen, die durch eine unsichtbare Tapetentür nicht zu erkennen waren. Ihr Leben war in dieser Zeit voller Angst, aber auch voller Hilfe durch Menschen, die sich selber in Lebensgefahr gebracht haben, um zu helfen. Trotzdem hat eine Tochter die Nazizeit nicht überlebt.
Die Frauen hielten sich verborgen, bis am 13.04.1945 die Amerikaner kamen und sie befreit haben.
Bernhard Padberg ist Ortsheimatpfleger von Arnsberg-Holzen. Seit er vor 30 Jahren von dieser Geschichte gehört hat, hat sie ihn nicht mehr losgelassen. Er hat sich durch Archive gewühlt und auch Kontakt zu Nachkommen aufgenommen. heute hält er zB Kontakt zur Tochter von Irmgard Steffensmeier ind en USA und auch zu Nachkommen der Gutsherrenfamilie Klauke, die geholfen hatte, die Frauen zu verstecken.
Unsere Moderatorin Carolin Linke hat mit Bernhard Padberg über die Geschichte der Familie Steffensmeier gesprochen. Hier könnt ihr das komplette Interview hören.

