
Im Kneipp-Garten in Olsberg sowie vor dem Maria Hilf-Krankenhaus in Brilon steht ab sofort einmal im Monat eine Bank. Wer sich dort hinsetzt, kann mit einer geschulten Ehrenamtlichen darüber sprechen, was sie grade bewegt. Das Angebot ist kostenlos, vertraulich und offen für alle. Es richtet sich an Menschen jeden Alters und soll einen geschützten Raum schaffen, in dem einfach einmal jemand zuhört.
Erste Termine in Olsberg und Brilon
Der erste Termin in Olsberg war für Mittwoch, den 6. Mai geplant. Dieser musste allerdings wetterbedingt ausfallen. Deswegen wird die Zuhör-Bank im Kneipp-Garten nun erstmals am 10. Juni aufgestellt. In Brilon steht die Zuhör-Bank zum ersten Mal am Mittwoch, 13. Mai. Geplant ist das Angebot mehrmals im Jahr im Wechsel zwischen beiden Orten. Die Gespräche finden jeweils vormittags statt und dauern in der Regel etwa 30 Minuten.
Vertraulich, kostenlos und ohne Hürde
Das Besondere an der Zuhör-Bank: Das Gespräch ist vertraulich, niedrigschwellig und kostenfrei. Wer reden möchte, kann einfach vorbeikommen oder sich vorab anmelden, um Wartezeiten zu vermeiden. Nach der Anmeldung gibt die Kursleitung Bescheid, wann das persönliche Gespräch stattfindet. Wichtig dabei: Das Angebot ersetzt keine therapeutische Behandlung. Es soll vielmehr Menschen entlasten, die sich einsam fühlen, Sorgen loswerden möchten oder einfach ein offenes Ohr suchen.
Zuhör-Bank ist bundesweites Projekt
Die Zuhör-Bank ist ein bundesweites, kostenfreies Projekt, das vom Verein Erlebnisraum MenschNatur e.V. ins Leben gerufen wurde. Entstanden ist die Initiative in der Corona-Zeit, als sich die Einsamkeit vieler Menschen deutlich verschärft hat. Ziel sei es, einen wertschätzenden Kontakt von Mensch zu Mensch zu ermöglichen, heißt es.
Einfach vorbeikommen oder online anmelden
Wer das Angebot nutzen möchte, sollte wettergerechte Kleidung tragen und bei Bedarf etwas zu trinken mitbringen. Wer einen Termin nicht wahrnehmen kann, sollte möglichst frühzeitig absagen, damit andere Interessierte die Zuhör-Bank nutzen können. Grundsätzlich ist das Gesprächsangebot kostenfrei. Über eine kleine Spende freut sich das Projekt aber.