Zu wenig Schutzkleidung für Hebammen

Hebammen bekommen zurzeit nicht die benötige Schutzkleidung. Der Krisenstab verteilt Schutzkleidung nach einer Prioritätenliste verteilt. Ganz oben stehen Ärzte und Krankenhäuser.

Die Hebammen im Hochsauerlandkreis bekommen momentan keine Schutzkleidung. Das sagte Melina Kramer vom Berufsverband der Hebammen im HSK. Hebammen seien dazu verpflichtet auch auf Corona positiv getestete Frauen zu behandeln, zum Beispiel in Geburtsvorbereitungskursen. Die Hebammen würden sich jetzt ihren Atemschutz zum Beispiel selbst basteln und nähen.

Prioritätenliste bei Schutzkleidung

Die Schutzkleidung wird anhand einer Prioritätenliste verteilt, sagt das Kreisgesundheitsamt. "Ganz oben auf dieser Liste stehen dann z.B. der Rettungsdienst, die Krankenhäuser, Ärzte, Pflegeeinrichtungen, eben das Personal, das direkt mit Erkrankten in Kontakt kommt", so der Hochsauerlandkreis auf Nachfrage von Radio Sauerland. Es sei derzeit leider davon auszugehen, dass für andere Gruppen im Gesundheitswesen wie zum Beispiel Physiotherapeuten, Logopäden und Hebammen nach der Prioritätenliste keine Ausrüstung mehr zur Verfügung stehe. Momentan versuche der Krisenstab des Hochsauerlandkreises neue Schutzkleidung zu bestellen. Allerdings komme es wegen Corona und der weltweit gestiegenen Nachfrage zu erheblichen Engpässen bei der Lieferung, hieß es.

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