
Nach der Massenschlägerei am Wochenende am Hennesee laufen die Ermittlungen der Polizei. 30 - 50 Personen waren an mehreren Schlägereien an der Anlegestelle der EMS Hennesee beteiligt. Als die Polizei eintraf, hauten viele unerkannt ab. Fest steht mittlerweile, dass der Mann, der von der Party ausgeschlossen wurde und das Schiff verlassen musste, aus Meschede stammt. Er hatte nach seinem Rauswurf angefangen, Steine auf das Schiff zu werfen. Andere haben sich dann angeschlossen und ebenfalls mit Steinen geworfen, so die Polizei. Entgegen erster Erkenntnisse wurde dabei nur eine Scheibe am Schiff beschädigt. Zuvor war von 5 Scheiben die Rede gewesen.
Mindestens 4 Verletzte
Bei den nächtlichen Schlägereien rund um den Anleger wurden mindestens 4 Personen verletzt, so die Polizei. Sie geht davon aus, dass die Zahl der Verletzten aber tatsächlich höher ist, da auch unter denen, die abgehauen waren, Verletzte vermutet werden. Die bereits bekannten Schläger kommen überwiegend aus Meschede, nur 2 Männer kommen aus Lünen.
Die Polizei ermittelt u.a. wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch. Sie sucht weiter Zeugen, die sachdienliche Hinweise machen können. Sie sollen sich bei der Kriminalpolizei in Meschede unter der Rufnummer 0291-90200 melden. Gesucht werden auch Fotos oder Videos. Die könnten helfen, Abläufe der Tatnacht zu rekonstruieren, heißt es von der Polizei. Wer solche Dateien besitzt, wird gebeten, diese im Original aufzubewahren und der Polizei zur Verfügung zu stellen.
Sorgfältige Ermittlungen
Menschen müssen sicher feiern können. Das betont die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis nach den Ausschreitungen:
"Wer feiern geht, will Spaß haben. Gewalt hat dabei keinen Platz. Wer Steine gegen ein Schiff wirft, während Gäste es verlassen, gefährdet Menschen, die mit dem Konflikt nichts zu tun haben", sagt der Leiter der Abteilung Polizei, Thomas Vogt, "Ärger über einen Verweis von einer Veranstaltung rechtfertigt keine Gewalt."
"Wir ermitteln sorgfältig, wer welche Verantwortung trägt. Die bloße Anwesenheit am Anleger macht niemanden zum Tatverdächtigen. Entscheidend sind die konkreten Handlungen der einzelnen Personen", erklärt Vogt.
Die EMS Hennesee bietet auch nach dem Vorfall weiter ihren regulären Fahrbetrieb an.