
Die Uhr wird um 3 Uhr eine Stunde zurückgestellt. Die Zeitumstellung bringt bei vielen Menschen den Schlaf- und Biorhythmus durcheinander, so die Krankenkasse AOK. Wer ohnehin unter Schlafstörungen leidet, dem falle die Zeitumstellung besonders schwer. Tiefe Augenringe, ein Knick in der Leistungsfähigkeit, verpasste Termine können die Folge sein. Nach einer Auswertung der AOK entfielen im Jahr 2025 allein bei den AOK-versicherten Beschäftigten im Hochsauerlandkreis insgesamt rund 4.600 Fehltage auf nichtorganische Schlafstörungen. Die Zeitumstellung ist für empfindlich reagierende Säuglinge ein besonders großes Problem, da diese gerade ihren Schlafrhythmus gefunden haben.
Rund 3.900 AOK-Versicherte im Hochsauerlandkreis litten zum Sommerzeit-Wechsel an nichtorganischen Schlafstörungen. Die Folgen eines dauerhaften Schlafmangels können gravierend sein. Schlafmangel führt zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Leistungsverlust. Auf lange Sicht kann zu wenig Schlaf aber auch zu Erkrankungen, zum Beispiel des Herz-Kreislauf-Systems, führen oder die Entstehung von Diabetes oder psychischen Problemen begünstigen. Auch das Gehirn braucht regelmäßig Regenerationsphasen, in denen es nicht immer wieder von außen angesteuert wird. Wichtig ist die Einhaltung der sogenannten Schlafhygiene. Dazu gehören eine angenehme Schlafumgebung mit kühler Raumtemperatur, der Verzicht auf schwere Mahlzeiten vor dem Schlafengehen sowie auf Koffein, Alkohol und Nikotin.
Die Umstellung wurde 1980 in Deutschland wieder eingeführt, um Energie zu sparen. Ziel ist eine bessere Ausnutzung der Tageshelligkeit. Eine Abschaffung der Zeitumstellung wird immer wieder diskutiert. Dafür bräuchte es allerdings eine europaweite Lösung, die bislang nicht in Sicht ist.