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Zeitreise im Kasten: Veltins-Fund aus 1964
© Brauerei C. & A. VELTINS
Elke Kenter aus dem Veltins-Archiv zeigt den historischen Bierkasten aus 1964.
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Zeitreise im Kasten: Veltins-Fund aus 1964

Ein hölzerner Bierkasten aus dem Jahr 1964 mit 30 original etikettierten Mehrwegflaschen sorgt bei Veltins für Aufsehen. Der seltene Fund erzählt ein Stück Sauerländer Brau- und Alltagsgeschichte aus der Zeit der Babyboomer.

Veröffentlicht:

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  • Veltins hat einen komplett erhaltenen Holzkasten aus dem Jahr 1964 erhalten
  • In dem Kasten stehen 30 Drittel-Liter-Mehrwegflaschen mit Original-Etiketten
  • Der Fund gilt für das Veltins-Archiv als seltene historische Rarität
  • Besonders auffällig sind zwei grüne Flaschen zwischen 28 braunen Exemplaren
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Ein Markenfreund aus dem Paderborner Land hat der Brauerei Veltins einen komplett erhaltenen gut 60 Jahre alten Holzkasten überlassen - inklusive 30 Drittel-Liter-Mehrwegflaschen mit Original-Etikettierung. Für das Archiv des Unternehmens ist das ein außergewöhnlicher Fund.

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Rarität aus dem Jahr 1964

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Der Kasten trägt den Einbrand des Herstelljahres 1964 und stammt damit aus einer Zeit kurz vor dem Beginn der Kunststoffkasten-Ära. Nach Angaben von Archivbetreuerin Elke Kenter handelt es sich um einen Glücksfall für den historischen Archivalien-Bestand von Veltins.

Der Fund führt zurück in eine Phase, in der Holzkästen noch zum Alltag beim Biertransport gehörten. Die Flaschen standen damals dicht an dicht, ehe erst später Kunststoffkästen mit einzelnen Gefachen für einen schonenderen Transport eingeführt wurden.

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Drittel-Liter-Flaschen waren etwas Besonderes

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Besonders bemerkenswert ist für Kenner die Größe der Flaschen. Drittel-Liter-Gebinde waren in Nordrhein-Westfalen in den Sechzigerjahren nach Angaben von Veltins eher selten. Viele Biertrinker griffen damals noch bevorzugt zur Halbliter-Flasche.

Die kleineren 0,33-Liter-Flaschen galten eher als hochwertiges Gebinde für Pils-Kenner. Darauf deutet auch die Goldfolierung am Flaschenhals hin. Diese Goldmanschetten wurden damals in der Abfüllung per Hand aufgebracht und sollten den Premium-Charakter der Marke betonen.

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28 braune Flaschen und zwei grüne Exoten

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Der historische Holzkasten enthält 28 braune und zwei grüne Flaschen. Gerade die beiden grünen Exemplare machen den Fund aus Sicht des Archivs noch ungewöhnlicher, weil Veltins in den Sechziger- und Siebzigerjahren ansonsten nach eigenen Angaben ausschließlich braune Flaschen verwendete.

Auch die Etiketten geben Einblick in eine andere Zeit. Sie wirken aus heutiger Sicht deutlich schlichter und weniger perfekt gedruckt, erzählen aber viel über das damalige Selbstverständnis der Brauerei.

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Einblick in Braugeschichte aus dem Sauerland

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Auf dem Rücketikett wird die Brauerei C. & A. Veltins im Sauerland auf 450 Metern Höhenlage beschrieben. Genannt werden das weiche Brauwasser, die klimatischen Bedingungen sowie ausgesuchter Hopfen und feinstes Malz als Grundlage für das Bier nach Pilsener Brauart.

Ein Mindesthaltbarkeitsdatum sucht man auf den Flaschen noch vergeblich. Auch das zeigt, wie sehr sich Verpackung, Kennzeichnung und Vertrieb von Bier im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.

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