
In dieser Woche steht das psychische Wohlbefinden im Fokus. Es ist bundesweite Woche der Seelischen Gesundheit. Sie geht bis zum 20. Oktober und steht unter dem Motto "Miteinander statt nebeneinander - für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt". Auch im HSK leiden viele Menschen beispielsweise unter Depressionen. Depressive Menschen distanzieren sich häufig von ihrem Partner, obwohl sie ihn lieben. Grund dafür sind Symptome wie Niedergeschlagenheit und emotionale Leere, die die Beziehung belasten und manchmal sogar zerstören, so Experten. Depressionen äußern sich auf unterschiedliche Weise und können viele verschiedene Auslöser haben. Dazu zählen unter anderem genetische Veranlagungen und negative Erlebnisse. Bemerken Angehörige, dass sich der Partner verändert und die Harmonie in der Beziehung nachlässt, deutet das eventuell auf Depressionen hin. Erkrankte Personen ziehen sich häufig aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Für depressive Menschen stellen zudem viele alltägliche Aufgaben große Herausforderungen dar und selbst positive Erlebnisse sorgen bei ihnen nicht für bessere Gedanken und Gefühle. Betroffene reagieren durch ihre dauerhaft negativen Empfindungen zudem schnell gereizt. Das sorgt für angespannte Stimmung und erschwert die Kommunikation – es kommt vermehrt zu Konflikten in der Partnerschaft. Mit professioneller Unterstützung lassen sich Depressionen gut behandeln.
Neues Teilhabezentrum in Marsberg
Der Wohnverbund Marsberg des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eröffnet am Donnerstagnachmittag ein neues Teilhabezentrum am alten Marktplatz in Marsberg. Leiterin Andrea Engelmann sagt: "Im neuen Teilhabezentrum bündeln wir wichtige ambulante Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die verschiedenen Dienste unterstützen die Klientinnen und Klienten in einer selbstbestimmten und eigenständigen Lebensführung."
Zur Woche der seelischen Gesundheit sagt Lea Kriesche, Teamleitung des Dienstes "Assistenz in eigener Häuslichkeit": "In dem Motto finden wir uns wieder. Teilhabe bedeutet, Menschen nicht nebeneinander leben zu lassen, sondern ihnen Begegnung, Zugehörigkeit, Unterstützung und die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Leben selbstbestimmt zu gestalten."
Das Teilhabezentrum sei ein offener Anlaufpunkt für Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und Unterstützungsbedarfen, für Angehörige, Interessierte und Kooperationspartner:innen. "Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen dabei unterstützt werden können, mitten in der Gesellschaft zu leben und ihre persönlichen Wege zu gehen", so Kriesche
Ein Tag der Begegnung und der Teilhabe
Zur Eröffnung ist eine kleine "Reise durch das Teilhabezentrum" geplant. Gäste besuchen die neuen Räume und entdecken dabei, wie vielfältig Eingliederungshilfe sein kann. Die einzelnen Räume widmen sich unterschiedlichen Themen - von emotionaler Stabilität, Beratung und Teilhabemanagement über selbstständiges Wohnen und Beziehungsarbeit bis hin zu Krisenbegleitung, Betreuten Wohnen in Familien und der Vorstellung neuer Angebote.
Im Garten des Teilhabezentrums wird es eine Ausstellung rund um das Thema "Was gibt mir Halt?" geben. Bilder, Impulse und Mitmachangebote sollen dazu einladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und darüber nachzudenken, was Menschen im Alltag stärkt und ihnen Halt gibt.
Vortrag geplant
"Wege zu emotionaler Stabilität"
Um 16.30 Uhr lädt Anke Blank, Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Erwachsenenpsychiatrie des LWL-Klinikums Marsberg, zu ihrem Vortrag "Wege zu emotionaler Stabilität" in das Teilhabezentrum ein. Dabei geht es um die Frage, was Menschen helfen kann, auch in herausfordernden Lebenssituationen innere Stabilität zu entwickeln und zu erhalten.
Es gibt die Möglichkeit Mitarbeiter der anderen Angebote das Teilhabezentrum kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen, heißt es.