Wirtschaft im Sauerland an der Belastungsgrenze

Unternehmensverband Westfalen Mitte legt Konjunkturumfrage vor

Die Spitze des Unternehmensverbands Westfalen-Mitte: Präsident Egbert Neuhaus (rechts) und Geschäftrsführer Dr. Volker Verch  (im Janaur 2017).
© Radio Sauerland

Die Wirtschaft im HSK leidet unter Auftragseinbrüchen, das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Unternehmensverbandes Westfalen Mitte. Viele Firmen stehen wegen Corona am Rand ihrer Belastungsgrenze, so der Verband.

Insgesamt sei die Stimmung in den heimischen Firmen auf einem neuen Tiefpunkt seit der Finanzkrise 2008/2009. Fast kein Betrieb rechnet für die kommenden sechs Monate mit Besserung. Auch was die Auftragslage angeht, sind die Erwartungen schlecht.

Coronakrise als Ursache

Die Coronakrise ist für die schlechte Lage verantwortlich, sagen knapp 90% der Unternehmen. Den meisten Betrieben fehlt Geld für Investitionen. Das nötige Kapital sei dafür eingesetzt worden, durch die Krise zu kommen, heißt es.

Betriebe rechnen frühestens ab Mitte des Jahres mit einer besseren Lage

Frühestens Mitte bis Ende des Jahres rechnen Betriebe bei uns mit einer Verbesserung ihrer Lage, so die Konjunkturumfrage. Die Erwartungen für die nächsten Monate sind in der heimischen Wirtschaft eher schlecht. Viele Betriebe haben das Jahr mit einem Minus abgeschlossen, so der Verband. Kurzarbeit werde auch in den kommenden Monaten dazu genutzt, die Stammbelegschaften zu halten, heißt es.

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