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Winterberg: Windräder spalten Grönebach
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Winterberg: Windräder spalten Grönebach

Rund um den Winterberger Ortsteil Grönebach sind elf Windräder geplant. Viele der rund 600 Einwohner fühlen sich bei der Planung der Windenergieanlagen übergangen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 04.12.2025 04:43

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Die elf neuen Windräder sollen auf drei Windvorrangzonen des Regionalplanes „Wagenschmier/Böhl“, „Hillekopf“ und „Rimberg“ gebaut werden. Frühester Baubeginn dafür ist Anfang 2027, so Hans Josef Grosche. Er ist Vorsitzender der 34 Forstbesitzer, welche die Flächen an den Betreiber der Windkraftanlagen verpachten. Dafür bekommt die Forstgenossenschaft Geld, welches dann in die Wiederaufforstung der eigenen Wälder, aber auch in den Ort Grönebach fließen soll. Wie hoch der Betrag aber genau ausfällt, kann noch nicht gesichert gesagt werden. "Wir haben uns vertraglich versichern lassen, dass auch die Grönebacher einen Teil des Geldes bekommen", so Grosche im Radio Sauerland Interview. Mit dem neuen Betreiber müsse auch noch gesprochen werden. Mitte November gaben die Energiekonzerne Enova (alter Eigentümer) und Verbund (neuer Eigentümer) die Übergabe der Projektrechte für mehrere Windenergie-Standorte im HSK bekannt. Dazu gehören auch die geplanten Anlagen in Grönebach, heißt es.

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Viel Gegenwind von Grönebachern

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Ein großer Teil der Bewohner von Grönebach fühlt sich bei der Planung der neuen Windkraftanlagen rund um den Ort übergangen. Sie fürchten unter anderem enorme Eingriffe in die Natur, Baubelastung, Mikroplastik und später Schattenwurf, Infraschall, Austrocknung des Bodens durch veränderte Strömungsverhältnisse rund um die Windanlagen und vieles mehr. Auch Auswirkungen auf den Tourismus und besonders der Wertverlust von Bestandsimmobilien sowie die Finanzierung neuer Wohnhäuser könnten negative Folgen für die Zukunftsfähigkeit Grönebachs haben, heißt es von der Arbeitsgruppe gegen die neuen Anlagen in Grönebach. Diese Gruppe umfasst drei Arbeitsgruppen, die Sorgen, Interessen und Forderungen der Einwohner sammeln. Die Arbeitsgruppe Windkraft Grönebach will die Punkte dann in einer Bürgerversammlung im Januar vortragen. "Es geht schlichtweg um die Zukunft von Grönebach, um eine attraktive Lebensqualität sowie letztendlich um eine weiterhin intakte Dorfgemeinschaft. Aber auch um gute Perspektiven für die Kinder und die Jugendlichen, die auch zukünftig in Grönebach wohnen wollen", heißt es von der Arbeitsgruppe. Sie lehnt die Windkraft nicht gänzlich ab, sondern möchte die Windräder möglichst auf eine Fläche reduzieren.

Einer der zentralen Vorwürfe der Arbeitsgruppe: Einige Wenige, nämlich die Forstinteressenten, hätten den Ort im Geheimen verkauft. Das führe dazu, dass nur wenige Einheimische reich werden, aber alle anderen Einwohner die Belästigungen ertragen müssen. Aus Enttäuschung über das Vorgehen der Forstinteressenten hatte sich die Arbeitsgruppe Windkraft Grönebach gegründet.

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