Winterberg will Mobilitätswende

Winterberg gehört jetzt als 4. Sauerländer Kommune zum Zukunftsnetz Mobilität NRW.

© Verkehrsverbund Rhein-Ruhr/Ronja Kannacher

Nach Arnsberg, Sundern und Medebach will jetzt auch Winterberg stärker auf klimaneutrale und nachhaltige Mobilität setzen. Die Stadt gehört jetzt als 4. Sauerländer Kommune zum Zukunftsnetz Mobilität NRW. Das ist ein Unterstützungsnetzwerk, das Kommunen dabei berät und begleitet, nachhaltige Mobilitätskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. In Winterberg gibt es beispielsweise Pläne für einen temporären Radweg am Waltenberg. Ziel des Netzwerkes ist es, Menschen den Umstieg vom Auto in Bus und Bahn oder auf das Fahrrad oder in emissionsfreien Sharing-Fahrzeuge leichter zu machen, heißt es.

Verkehrsministerin Brandes

„Wir sorgen gemeinsam mit den Städten, Gemeinden und Kreisen für mehr Lebensqualität und saubere Luft. Das ist der richtige Weg, um das Klima zu retten", so Verkehrsministerin Ina Brandes. Gefördert wird die Arbeit des Netzwerkes außerdem durch die Unfallkasse NRW. Neben der Qualifizierung und Vernetzung der Verwaltungsmitarbeiter gehört es auch zur Arbeit des Zukunftsnetz Mobilität NRW, Veränderungsprozesse in der kommunalen Verkehrsplanung hin zur Entwicklung neuer Mobilitätsangebote anzustoßen, heißt es.

Drei regionale Koordinierungsstellen

Drei regionale Koordinierungsstellen betreuen die Mitglieder vor Ort. Sie sind bei den Verkehrsverbünden und Zweckverbänden der Region angesiedelt, um das regionale Wissen und bestehende Netzwerke optimal nutzen zu können. In Westfalen-Lippe ist das der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). NWL-Geschäftsführer Joachim Künzel: „Bedarfsgerechte Mobilitätsangebote sind der Schlüssel, um die Verkehrswende erfolgreich in die Tat umsetzen zu können. Ein zielgerichtetes, fachbereichsübergreifendes Mobilitätsmanagement in den Kommunen spielt dabei eine wichtige Rolle. Nur wenn alle Beteiligten von der Planung bis zur Umsetzung von Mobilitätskonzepten an einem Strang ziehen, entstehen wirtschaftliche und bürgergerechte Lösungen.“


Daniela Niestroy-Althaus, Leiterin der Koordinierungsstelle Westfalen-Lippe, ergänzt: „Vernetzung ist dabei das A und O, denn auch in den Kommunen betrifft das Thema Mobilität oft viele Abteilungen gleichzeitig. Das Zukunftsnetz Mobilität NRW und der NWL als Träger in Westfalen-Lippe unterstützen Sie partnerschaftlich dabei, maßgeschneiderte Mobilitätslösungen zu finden.“


Mobilität als Grundbbedürfnis

Mobilität sei ein Grundbedürfnis und stehe daher im Zentrum der Arbeit des Netzwerks, heißt es. Statt einer autozentrierten Stadt- und Verkehrsplanung würde eine Mobilität für Menschen angestrebt, die sich an den Bedürfnissen der Menschen hin zu einer lebendigen, sicheren, nachhaltigen und gesunden Kommune orientiere. Der Ansatz des Mobilitätsmanagements basiere auf einer Unterscheidung zwischen Verkehr und Mobilität. Diese Differenzierung eröffne neue Handlungsfelder für die kommunale Verkehrsplanung. Mobilitätsmanagement sei der Schlüssel zum Gelingen der Mobilitätswende.

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