
Der städtische Bauhof kontrolliert die Standorte der Altkleidercontainer regelmäßig und beseitigt unsachgemäße Ablagerungen. Doch das Problem kehrt immer wieder zurück. „Wir räumen heute auf, und am nächsten Tag sieht es wieder genauso aus", berichtet Bauhofleiter Alexander Vonnahme. Die zusätzliche Arbeit belaste nicht nur die Mitarbeiter, sondern koste auch Zeit und Ressourcen, die anderswo dringend benötigt würden. Zudem verschlechtere das unordentliche Erscheinungsbild an den Standorten das Stadtbild erheblich. Bürgermeister Michael Beckmann zeigt sich besorgt über die anhaltende Problematik. „Ich appelliere eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger: Wenn ein Altkleidercontainer voll ist, stellen Sie bitte keine Säcke daneben ab. Nutzen Sie einen anderen Standort im Stadtgebiet oder bewahren Sie die Textilien zu Hause auf, bis der Container geleert wurde", so Beckmann. Es gehe um gegenseitige Rücksichtnahme und Verantwortung für das eigene Lebensumfeld. „Unser Bauhof leistet hervorragende Arbeit, doch er kann nicht täglich hinter unsachgemäßen Entsorgungen hinterherräumen. Das ist weder fair gegenüber den Mitarbeitern noch gegenüber der Allgemeinheit."
EU verpflichtet Sauerländer zur Textiltrennung
Seit Jahresbeginn 2025 sind alle EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, Alttextilien getrennt vom Restmüll zu sammeln. In Winterberg ist diese Anforderung längst erfüllt: In nahezu allen Ortschaften stehen Altkleidercontainer gemeinnütziger und gewerblicher Sammler bereit. Die Container werden trotz gesunkener Marktpreise für Alttextilien weiterhin regelmäßig geleert. Voraussetzung für ein funktionierendes System ist jedoch, dass sich alle an die Spielregeln halten, so die Stadt. Erlaubt sind saubere und tragfähige Textilien wie Kleidungsstücke, Tisch- und Bettwäsche, Federbetten, Gardinen, Woll- und Strickwaren, Pelze sowie paarweise zusammengebundene Schuhe. Nicht hinein gehören verschmutzte oder schadstoffbelastete Textilien, Teppiche, Matratzen, Koffer, Taschen oder Stoffreste. Diese müssen über den Restmüll entsorgt werden. Die Stadt Winterberg steht beim Thema Altkleider-Entsorgung im Austausch mit anderen Kommunen des Hochsauerlandkreises und dem Deutschen Roten Kreuz. Gemeinsam sollen weitere Verbesserungen im Sammelsystem geprüft werden.