
Die Stadt Winterberg und die Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH verlängern die Umfrage zum Mobilitätskonzept. Bis zum Ende der Osterferien (12. April 2026) haben Winterbergerinnen und Winterberger sowie Gäste noch Zeit, ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge abzugeben. Nach Angaben der Verantwortlichen ist das Interesse an der Umfrage online und offline groß. Die Hinweise sollen in das erste integrierte Mobilitätskonzept der Stadt einfließen.
Das Konzept blickt auf verschiedene Verkehrsformen: Dazu gehören Auto, Bus, Bahn, Fahrrad und Fußverkehr. Ziel ist es, Staus und Parksuchverkehr zu reduzieren, die Verkehrssicherheit zu verbessern und den Nahverkehr besser zu vernetzen. Auch Rad- und Fußwege sowie digitale Verkehrslenkung und KI-gestützte Besuchersteuerung spielen in den Überlegungen eine Rolle.
Online und analog: Beteiligung in Winterberg möglich
Die Umfrage ist ohne Registrierung möglich. Teilnehmende können konkrete Orte auf einer interaktiven Karte markieren - zum Beispiel etwa schmale Gehwege, schwer erreichbare Bushaltestellen oder fehlende Fahrradständer. Wer kein Internet nutzt, kann das Formular in der Tourist-Info in Winterberg ausfüllen, per Post anfordern oder sich per E-Mail zuschicken lassen.
Winterberg wirbt um möglichst viele Perspektiven
Tourismusförderin Michaela Grötecke von der Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH betont, dass bewusst möglichst viele Blickwinkel einbezogen werden sollen. „Wir wollen wirklich alle Perspektiven einfangen - gerade auch die von Menschen, die täglich zu Fuß unterwegs sind, auf den Bus angewiesen sind oder sich Sorgen um die Verkehrssicherheit in ihrer Straße machen", sagt sie. Ältere Menschen wüssten oft genau, wo Gehwege fehlen oder Haltestellen schlecht erreichbar seien. Diese Erfahrungen seien für das Mobilitätskonzept in Winterberg besonders wertvoll.
Hintergrund sind nach Angaben der Verantwortlichen vor allem starke Verkehrsbelastungen an Spitzentagen in der Wintersaison. Wenn Schnee, Ferien und gutes Wetter zusammenkommen, stoße die Infrastruktur in Winterberg regelmäßig an ihre Grenzen. Auch die Bundesstraßen B 480 und B 236 gelten als stark belastete Nord-Süd-Verbindungen. Um Winterberg zu entlasten, hat die Stadt zuletzt mit mobilen Verkehrsdisplays, einem umfangreichen Parkkonzept, verstärktem Ordnungsdienst und dem Skibus-Angebot reagiert.