
Am Wochenende hat der Verein für Umwelt- und Naturschutz Nuhnetal zur zweiten Mahnwache gegen den geplanten Ausbau von Windkraftanlagen im Hochsauerlandkreis in Winterberg aufgerufen. Nach Angaben des Vereins haben sich trotzt widriger Wetterbedingungen rund 100 Menschen auf dem Winterberger Marktplatz versammelt.
Auch der Winterberger Bürgermeister Michael Beckmann hat die Mahnwache besucht. Ein politisches Signal für oder gegen den Ausbau der Windkraft sei mit dem Besuch nicht verbunden, so Beckmann.
Sachlicher Austausch soll Spannungen entgegenwirken
Da die Diskussionen um den Windkraftausbau sich derzeit maßgeblich auf Winterberg konzentrieren und die Mahnwache in Winterberg stattfindet, hält Beckmann, stellvertretend für die Bürgermeister der Städte Hallenberg und Medebach und den Landrat, die ebenfalls eingeladen wurden, persönlichen Austausch vor Ort für wichtig. Ein sachlicher Dialog könne im Hinblick auf, die aktuellen emotionalen Debatten Spannungen entgegenwirken, so Winterbergs Bürgermeister. „Meine Teilnahme ist Ausdruck von Respekt gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Sorgen zum Ausdruck bringen", erklärt Bürgermeister Michael Beckmann. „Ich habe die Gelegenheit genutzt, Anliegen und Fragen aufzunehmen – auch solche, die Nachbarkommunen oder den Hochsauerlandkreis betreffen – und werde diese weitergeben."
Beckmann weist darauf hin, dass zentrale Entscheidungen zum Ausbau der Windkraft auf Landes- und Bundesebene getroffen wurden. Dennoch stelle sich die kommunale Ebene ihrer Verantwortung, die Bürgerinnen und Bürger transparent zu informieren, ihre Sorgen ernst zu nehmen und auch die wiederkehrenden Gesprächsformate und Gesprächsangebote zu nutzen. Die Stadt Winterberg setze sich intensiv mit dem Thema auseinander und bleibe im Dialog mit allen Beteiligten.