
Nach einem einstimmigen Beschluss des Stadtrates hat Hallenberg Verträge zur Bereitstellung städtischer Flächen mit der Stadtwerke Winterberg Energie GmbH & Co. KG (SWE) unterzeichnet. Der Windenergiebereich befindet sich im nordwestlichen Grenzbereich der Stadt Hallenberg zur Stadt Winterberg. Die Kooperation ist das Ergebnis eines Interessenbekundungsverfahrens und soll maximale regionale Wertschöpfung für die Winterberger und Hallenberger vor Ort sichern, so die Stadt Hallenberg. Bereits im Februar dieses Jahres hat der Rat der Stadt Hallenberg beschlossen, die städtischen Grundstücke im ausgewiesenen Regionalplan-Areal für den Windenergieausbau freizugeben.
Erfolgreiche Partnersuche
Insgesamt neun Windenergie-Akteure haben für den neuen Windenergiebereich zwischen Hallenberg und Winterberg detaillierte Konzepte eingereicht. Neben der Hallenberger Verwaltung waren ein Lenkungsgremium mit Vertretern beider im Stadtrat vertretenen Fraktionen sowie das auf Erneuerbare Energien spezialisierte Beratungsbüro J+P aus Dautphetal in das Vergabeverfahren eingebunden. Neben wirtschaftlichen Kriterien, wie der Höhe des jährlichen Nutzungsentgelts und Modellen zur finanziellen Bürgerbeteiligung, flossen auch ein verbindlicher Zeitplan, Umweltstandards sowie Konzepte zur lokalen Stromnutzung in die Gesamtwertung ein. In allen Belangen überzeugte die Stadtwerke Winterberg Energie GmbH & Co. KG als wirtschaftlichster und verlässlichster Partner, so die Stadt Hallenberg. „Mit der Stadtwerke Winterberg Energie GmbH & Co. KG haben wir einen starken und verlässlichen Partner an unserer Seite", so der Hallenberger Bürgermeister Enrico Eppner.
Bürger sollen porfitieren
"Durch diese interkommunale Kooperation stellen wir sicher, dass die Wertschöpfung aus der Windenergie in unserer Region bleibt und direkt den Bürgerinnen und Bürgern von Hallenberg zugutekommt. Unser gemeinsames Ziel war es von Anfang an, den Ausbau erneuerbarer Energien mit hoher ökologischer Sorgfalt und maximaler wirtschaftlicher Effizienz zu gestalten. Das einstimmige Votum unseres Rates zeigt, wie groß das Vertrauen in diesen gemeinsamen Weg ist", so Eppner. Der Windenergiebereich ist ein interkommunaler Bereich der Nachbarstädte Hallenberg und Winterberg. Während auf Winterberger Stadtgebiet bereits seit dem vergangenen Jahr erste Projektentwicklungen laufen und Anträge auf Vorbescheide bewilligt wurden, schließt Hallenberg an diese Entwicklung an. Auf Basis des einstimmigen Ratsbeschlusses wurden der Nutzungsvertrag für die städtischen Flächen sowie die Beteiligungsvereinbarung nun offiziell im Rathaus der Stadt Hallenberg unterzeichnet.
„Mit unseren umfangreichen Vorarbeiten können wir die interkommunale Projektentwicklung zügig voranbringen. Bis zum Jahresende wollen wir die Genehmigungsfähigkeit erreichen. Unsere langjährige Erfahrung in der Energieversorgung bringen wir ein, um den erzeugten Windstrom möglichst regional zu nutzen – das stärkt die Attraktivität der Stadt und Region Hallenberg als Wirtschaftsstandort", erklärt Dr. Norbert Menke, Geschäftsführer der Stadtwerke Winterberg Energie GmbH & Co. KG. Mit dem Vertragsabschluss fällt der Startschuss für die konkrete Projektentwicklung auf Hallenberger Gebiet. Um die Einwohnerinnen und Einwohner frühzeitig und umfassend zu informieren, plant die Stadt gemeinsam mit den Geschäftsführern der Stadtwerke Winterberg Energie noch im Herbst dieses Jahres eine öffentliche Informationsveranstaltung.