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Willingen mit deutlichem Gästeplus
© Gemeinde Willingen
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Willingen mit deutlichem Gästeplus

Willingen zieht zum Ende des Sommers eine positive Zwischenbilanz für das bisherige Tourismusjahr. Fast 800.000 Übernachtungen wurden registriert, knapp vier Prozent mehr als noch im Vorjahr.

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Von Januar bis August wurden rund 793.800 Übernachtungen in Willingen registriert. Auch für den Herbst zeichnet sich anhand der bereits eingegangenen Meldungen für September und der Vorbuchungen für den Ferienmonat Oktober eine positive Entwicklung ab, heißt es von der Touristik-Info Willingen. Besonders gut lief laut den Touristikern der Jahresauftakt. Im Januar stiegen die Übernachtungen um 19,3 Prozent auf 110.232, im Februar um 33,0 Prozent auf 119.995. Zusammengenommen verbuchte Willingen in den beiden Wintermonaten rund 26 Prozent mehr Übernachtungen. Auch im Frühjahr lief es für die Übernachtungsbetriebe ähnlich gut. Erste Herbstzahlen geben bereits einen kleinen Ausblick auf die weitere Entwicklung. Für den September rechnen die Verantwortlichen mit rund 96.000 Übernachtungen; der Monat läge damit auf Vorjahresniveau. Vor allem durch die anstehenden Herbstferien zeigen die bisherigen Vorbuchungen ein deutliches Interesse an einem Aufenthalt in Willingen, heißt es. „Der Winter hat für einen ausgesprochen starken Jahresauftakt gesorgt. Gleichzeitig verzeichnen wir auch im Frühjahr und Sommer deutliche Wachstumsmonate. Das zeigt, dass Willingen über mehrere Saisonphasen hinweg Nachfrage erzeugt. Die aktuellen Buchungen für den Herbst knüpfen daran an“, sagt Tourismusdirektor Norbert Lopatta. Auch die Aufenthaltsdauer der Gäste hat sich erhöht. Im Januar stieg sie von 2,12 auf 2,20 Nächte, im Februar von 2,33 auf 2,49 Nächte. Im Juli zeigt sich der Effekt ebenfalls: Bei 9,5 Prozent mehr Übernachtungen nahm die Zahl der Ankünfte um 3,7 Prozent zu.

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AVS-System erfasst Gästezahlen genau

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Für die laufende Beobachtung der touristischen Entwicklung arbeitet die Tourist-Information mit dem AVS-Meldesystem. Über dieses digitale System melden die Gastgeber ihre Gäste an. Gleichzeitig werden so die für die Kurtaxenerhebung erforderlichen Daten erfasst. Aus den laufenden Meldungen lassen sich Ankünfte und Übernachtungen für Willingen aktuell auswerten. „Für Willingen sind die AVS-Zahlen besonders aussagekräftig, weil darin auch die Übernachtungen der vielen kleineren Gastgeber mit weniger als zehn Betten enthalten sind“, erklärt van Doorn. „Gerade diese Betriebe gehören fest zu unserer Gastgeberstruktur. Die AVS-Auswertung gibt uns deshalb ein umfassenderes Bild davon, wie viele Übernachtungen tatsächlich im Ort stattfinden“, so Vera van Doorn. Sie ist für das Meldescheinwesen und die Kurtaxabrechnung in der Tourist-Information zuständig.

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Überdurchschnittlich viele Touristen aus dem Ausland

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Von Januar bis Juni sind die Ankünfte von ausländischen Gästen um 27,4 Prozent auf 21.742 gestiegen, die Übernachtungen sogar um 33,3 Prozent auf 59.178. Auslandsgäste blieben im Durchschnitt 2,7 Nächte in Willingen und damit länger als deutsche Gäste mit rund 2,4 Nächten. Auffällig stark fiel die Entwicklung im Februar, der Zeit der niederländischen Krokusferien, aus: Die Zahl der ausländischen Ankünfte stieg um 84,2 Prozent, die der Übernachtungen um 108,9 Prozent.

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Auch Winterberg mit deutlichem Gästeplus

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In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat die Stadt 6,4 Prozent mehr Übernachtungen verzeichnet als im gleichen Zeitraum 2025. Besonders stark fielen die Zuwächse im Januar mit plus 18,2 Prozent und im Mai mit plus 15,8 Prozent aus.

Damit fällt das Plus schon nach einem halben Jahr deutlich höher aus als im gesamten Jahr 2025. Damals hatte der Zuwachs nur 0,7 Prozent betragen. Bürgermeister Michael Beckmann sieht darin ein positives Signal für die Stadt: „Die positive Entwicklung zeigt, wie attraktiv Winterberg als Urlaubsort ist. Davon profitieren unsere Betriebe, Arbeits- und Ausbildungsplätze und letztlich finanziell auch über die Steuereinnahmen die gesamte Stadt.“

Gleichzeitig macht Beckmann deutlich, dass das Wachstum auch Herausforderungen mit sich bringt. Gerade an stark besuchten Tagen gebe es Belastungen für Bürgerinnen und Bürger, die Infrastruktur und einzelne Orte. Das Ziel: Tourismus und Lebensqualität sollen in Winterberg dauerhaft im Gleichgewicht bleiben. Deshalb will die Stadt den Tourismus nach eigenen Angaben qualitativ und nachhaltig weiterentwickeln und Besucherströme in Spitzenzeiten besser lenken.

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