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Wildtier-Monotoring in Hallenberg
© johan10 - Fotolia
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Wildtier-Monotoring in Hallenberg

Im kommenden Winter, spätestens im Frühjahr 2027, will die Stadt Hallenberg Wild mit Drohnen aufspüren

Veröffentlicht: Sonntag, 15.03.2026 23:23

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Die Kitzretter im Sauerland benutzen schon länger Drohnen, um auf den Feldern zurückgelassene Kitze aufzuspüren. Die Stadt Hallenberg will jetzt mit Drohnen, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind, Wild im Wald finden und so einen Überblick über den Bestand bekommen. Die Drohnenbefliegung ist voraussichtlich für den Winter beziehungsweise das Frühjahr 2027 geplant, da in dieser Zeit aufgrund des fehlenden Laubes die besten Sichtbedingungen im Wald bestehen, so die Stadt Hallenberg. Das Wildtier- Monotoring ist jetzt bei einer Info-Veranstaltung in Hallenberg vorgestellt worden. Die städtische Revierleiterin Antje Krohne-Riedesel erklärte dabei die Bedeutung eines solchen Monitorings für eine nachhaltige Waldentwicklung. Sie appellierte an die anwesenden Jagdgenossen, Grundeigentümer, Jagdpächter und Forstleute, sich an dem Projekt zu beteiligen, um möglichst repräsentative und belastbare Ergebnisse zu erzielen. Ziel sei es, die häufig emotional geführte Diskussion über jagdliche Themen stärker auf eine sachliche und faktenbasierte Grundlage zu stellen.

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So funktioniert das Wald-Monotoring

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Zum Einsatz kommen Drohnen mit hochauflösenden Kameras, die auch aus rund 100 Metern Höhe detaillierte Aufnahmen ermöglichen. Zusätzlich sind Infrarotkameras integriert, mit deren Hilfe Wildtiere zunächst lokalisiert und anschließend gezählt werden können. Als Dienstleister für die Befliegung wurde die Dresdner Firma OGF ausgewählt. Mitarbeiter Robert Friedrich hat die technischen Möglichkeiten und Vorteile der Methode vorgestellt. Durch die Flughöhe der Drohnen wird das Wild kaum oder gar nicht beunruhigt oder beeinträchtigt.

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Zu viel Wild gefährdet Wiederaufforstung

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Je größer das von den Drohnen erfasste Gebiet, desto aussagekräftiger die Ergebnisse, da insbesondere Rotwild zu den wandernden Tierarten zählt. Neben Rotwild sollen auch weitere Tierarten wie Rehwild, Muffelwild, Schwarzwild ggf. bis zum Hasen erfasst werden. Besonders Reh- und Muffelwild könne, ebenso wie Rotwild, durch Verbiss und Schälschäden erhebliche Auswirkungen auf die Waldentwicklung haben, heißt es von der Stadt Hallenberg. Ein angepasster Wildbestand sei eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung eines klimaresilienten Waldes. Die geplante Drohnenbefliegung soll dabei helfen, eine fundierte Datengrundlage zu schaffen, auf deren Basis weitere Maßnahmen geplant werden können.

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