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Wildbirne soll wieder in Sauerländer Wäldern wachsen
© Wald und Holz NRW
Die Wildbirne soll auch wieder in Sauerländer Wäldern wachsen
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Wildbirne soll wieder in Sauerländer Wäldern wachsen

NRW-Landwirtschaftsministerin Gorißen weiht Samenplantage für Wildbirne in Arnsberg ein

Veröffentlicht: Freitag, 13.03.2026 09:46

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Die NRW-Landesregierung setzt sich dafür ein, seltene heimische Laubbaumarten zu erhalten. Selten geworden ist auch die Wildbirne. Landwirtschaftministerin Silke Gorißen hat heute deshalb im Arnsberger Wald eine neue Samenplantage der Wildbirne eingeweiht. Das sei ein bedeutendes Schutzprojekt für die Zukunft der Wälder in Nordrhein-Westfalen, so Gorißen:

„Die Wildbirne ist ein alter Schatz unserer heimischen Wälder – ökologisch wertvoll, anpassungsfähig und bemerkenswert langlebig. Die Wildbirne passt – nach heutigem Wissensstand – sehr gut in den Mischwald der Zukunft. Deshalb ist es so wichtig, sie zu erhalten. Mit Projekten wie dieser Samenplantage sichern wir genetische Vielfalt und stärken unsere Wälder im Klimawandel“ - Silke Gorißen, NRW-Landwirtschaftsministerin
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Wildbirne kommt mit Trockenheit gut klar

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Die Wildbirne (Pyrus pyraster) als heimische Laubbaumart ist in Nordrhein-Westfalen selten geworden. Lange war sie in Eichen mischwäldern, Hartholzauen oder an Waldrändern verbreitet. Heute wird sie häufig von anderen Baumarten verdrängt. Deshalb steht sie auf der Liste der gefährdeten Arten. Dabei ist die Wildbirne für die Vielfalt der Wälder der Zukunft in Nordrhein-Westfalen wichtig: Sie verträgt Trockenheit und wächst vor allem an Waldrändern. Zudem können gut bekronte Exemplare über 200 Jahre alt werden und bieten zahlreichen Tierarten Nahrung und Lebensraum – all das macht sie als Baum im Klimawandel besonders wertvoll.

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Samenplantage am Ruhrtalradweg in Arnsberg

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Das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft, Sachgebiet Forstgenetik und -vermehrungsgut, unterhält die neue Samenplantage. Insgesamt unterhält das Land 74 Samenplantagen. Die Plantagen sichern genetische Ressourcen und leisten einen wichtigen Beitrag zur klimaangepassten Weiterentwicklung der Wälder in Nordrhein-Westfalen. In den letzten drei Jahren wurden auf den 74 Plantagen rund 15 Tonnen Rohsaatgut geerntet, sowohl von Baumarten, die besonders geschützt werden müssen, als auch von Baumarten, die bereits jetzt wichtige Bestandteile der Wälder sind und es auch bleiben sollen – wie Eiche oder Buche. Die Samenplantage in Arnsberg bündelt verschiedene Individuen an einem Standort. Von extra für diesen Zweck in unterschiedlichen Regionen Nordrhein-Westfalens ausgesuchten Wildbirnenbäumen sind Edelreiser entnommen, im Gewächshaus veredelt und zu jungen Bäumen herangezogen worden. Anders als im geschlossenen Waldbestand stehen die Bäume in der Samenplantage in weiten Abständen – ähnlich einer Streuobstwiese. So können sie breite Kronen ausbilden und reichlich Blüten und Früchte tragen. Ab einem Alter von etwa zehn Jahren ist eine Saatguternte möglich. Wer Lust hat, kann sich die Wildbirnen-Plantage angucken. Der Ruhrtalradweg führt direkt vorbei. Auf einem Schild steht, was auf dieser Fläche passiert.

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Wildbirne soll wieder in Sauerländer Wäldern wachsen
© Malin Schneider-Pluppins/ Wald und Holz NRW
Auf dem Bild v. l. n. r.: Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW; Tim Scherer, Leiter Wald und Holz NRW; Dr. Marius Zimmermann, Leiter Sachgebiet Forstgenetik und -vermehrungsgut bei Wald und Holz NRW; Ralf Paul Bittner, Bürgermeister der Stadt Arnsberg
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