Wiederaufforstung: Pflanzenvorrat begrenzt

Die Nachfrage nach Forstplanzen, die mit dem Klimawandel klarkommen, ist enorm


Fertig zum Aufsteig am Baum, um den Douglasienzapfen zu ernten.
© Radio Sauerland

Aus den Sauerländer Wäldern werden aktuell 10tausende Festmeter Holz geschleppt. Es sind die von Borkenkäfer und Trockenheit geschädigten Bäume. Jetzt denken viele Waldbesitzer über die Aufforstung nach. Nach Auskunft der staatlichen Forstgenbank in Arnsberg ist die Nachfrage nach Forstpflanzen aktuell enorm.

Widerstandsfähige Forstpflanzen knapp

Bäume, die Trockenheit und Hitze besser aushalten als die Fichte, sind jetzt besonders gefragt.

Dazu zählen die Douglasie und die Traubeneiche, so Martin Rogge von der Arnsberger Forst-Genbank. Problem: Die Pflanzen für die Wiederaufforstung müssen aus Deutschland kommen, weil sie an unsere klimatischen Verhältnisse angepasst sind. Die widerstandsfähige Traubeneiche sei bei uns aber noch nicht so weit verbreitet und nicht in jedem Jahr würde dieser Baum viele Eicheln abwerfen. Dehalb sind Setzlinge dieser Art knapp. Eine zweijährige Traubeneiche kostet aktuell zwischen 80 und 120 cent.

Aufforstung nicht überstürzen

Viele Waldbauern können ihre Verluste durch Borkenkäfer und Dürre noch gar nicht einschätzen. Deshalb empfiehlt Rogge die Wiederaufforstung nicht zu überstürzen. Es sei nicht schädlich Flächen erstmal leer zu lassen und in Ruhe zu überlegen, wie es weitergehen soll. Die Aufgabe sei anspruchsvoll, aber

lösbar, so der Experte. Er warnt Waldbesitzer ausdrücklich davor wieder Monokulturen anzupflanzen.

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