
Die Deutsche Bahn setzt bis Ende nächsten Jahres vier Eisenbahnbrücken zwischen Fröndenberg und Meschede instand. Der Zugverkehr kann aktuell nur mit verminderter Geschwindigkeit über die betroffenen Brücken rollen. Mit der Modernisierung soll die Sauerland-Strecke künftig wieder leistungsfähig und weniger störanfällig werden, so eine Bahnsprecherin. Die Sanierungsarbeiten an der oberen Ruhrtalbahn werden in drei verschiedenen Bauabschnitten unter einer kompletten Vollsperrung durchgeführt. Die Deutsche Bahn startet heute mit ersten Instandhaltungsarbeiten an der Brücke „Obergraben“ in Meschede. Fachleute sanieren die Widerlager der Brücke und tauschen die Brückenbalken aus. Die Arbeiten an Beton und Stahl müssen zwingend noch vor dem nächsten Winter beendet werden, so die DB. Zusätzlich finden Arbeiten am Freienohler und Glösinger Tunnel statt, im Bereich Wickede wird außerdem das Schotterbett in mehreren Bereichen saniert. Deswegen bleibt die Strecke zwischen Fröndenberg und Meschede bis zum 12. Juli voll gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Planmäßig fährt der Schienenersatzverkehr zwischen Fröndenberg und Meschede durch, mit Haltestellen an allen betroffenen Bahnhöfen und einer Reisedauer von einer Stunde und 17 Minuten. Die Fahrplanänderungen sind online hinterlegt und werden über Aushänge an den Bahnsteigen bekannt gegeben. Außerdem sind sie unter bahn.de/service/fahrplaene sowie unter zuginfo.nrw/index.html?msg=132817 abrufbar.
Ursprünglich sollte die obere Ruhrtalbahn bis Mitte Dezember für den Zugverkehr voll gesperrt bleiben. Nach einer erneuten Untersuchung haben Fachleute das bisherige Baukonzept allerdings angepasst und aus einer großen Speerpause drei kleinere gemacht. Der Grund: Es sind umfassendere Brückenarbeiten nötig als bislang angenommen. Statt sechs Monaten braucht die Bahn nach neuem Zeitplan rund elf Monate, um alle Bauwerke zwischen Fröndenberg und Meschede instand zu setzen. Gleichzeitig soll der neue Zeitplan die Wintersport-Saison im Sauerland berücksichtigen, damit Touristen Events wie den Skisprung-Weltcup mit der Bahn erreichen können.
Weitere Sperrungen der Sauerländer Schiene ab 2027
Ab 1. Februar nächsten Jahres erneuert die Deutsche Bahn die Eisenbahnbrücken „Untergraben“ in Meschede sowie „Röhr“ in Neheim-Hüsten vollständig. Die bestehenden Bauwerke werden entfernt und zunächst durch Hilfsbrücken ersetzt. Zusätzlich sind weitere Arbeiten unter anderem an Gleisen und Bahnübergängen geplant. Rund sechs Monate Bauzeit sind für diese Maßnahmen eingeplant. Inwieweit die Bahnstrecke gesperrt werden muss, ist noch nicht klar. Fest steht aber, dass die DB Zeiten benötigt, in denen auf den Strecken keine Züge unterwegs sind. Das gilt auch für die direkt anschließende Baumaßnahme. Ab August 2027 modernisiert die Deutsche Bahn die Eisenbahnbrücke „Rammbach“ in Fröndenberg (Ruhr). Auch hier wird das Bestandsbauwerk entfernt und durch eine neue Brücke ersetzt. Mit den Arbeiten an dieser Brücke kann die DB erst beginnen, wenn die Maßnahmen an den Brücken „Untergraben“ und „Röhr“ abgeschlossen sind. So wird sichergestellt, dass die Industrie ihre Werke an der Strecke weiterhin aus jeweils einer Richtung erreicht, bestätigt eine Bahnsprecherin.
Die Bauarbeiten im nächsten Jahr gehen nahtlos ineinander über, bedeutet: Von Februar 2027 bis zum Jahresende 2027 ist die obere Ruhrtalbahn zwischen Meschede und Fröndenberg teilweise oder komplett gesperrt. Bahnpendler der Linien RE17 und RE57 müssen also für rund zehn Monate auf den Schienenersatzverkehr ausweichen.