
Wetter für das Sauerland aus dem Sauerland: Das Wetterportal Sauerland hat jetzt seine 100. Wetterstation eröffnet. Sie steht auf dem Dach der Sekundarschule in Winterberg. Die Wetterstation erfasst hier in einer Höhenlage von rund 675 m Höhe Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Windrichtung sowie die Niederschlagsmenge und den Luftdruck. Es ist die 16. Wetterstation, die an einer Schule Daten erhebt. Der zweite Standort der Sekundarschule Winterberg-Medebach ist bereits mit einer Station ausgestattet. Neben einem Einsatz im Schulunterricht sollen die Daten der neuen Wetterstation der örtlichen Feuerwehr zur besseren Information bei Extremwetterereignissen zur Verfügung gestellt werden. Das Wetterportal Sauerland wird von Meinolf und Julian Pape aus Neuastenberg betrieben.
Erste Wetterstation im eigenen Garten
Die Geschichte des Wetterportals Sauerland begann mit einem technischen Test im Jahre 2009 im heimischen Garten in Winterberg-Neuastenberg. Eine automatische Wetterstation, die ihre Daten an einen Empfänger sendet, von dort ins Internet leitet und auf der Webseite wetter-sauerland.de für die Öffentlichkeit sichtbar macht.
Meinolf und Julian Pape waren damals nicht davon ausgegangen, dass dieses Konzept aufgrund der höheren Kosten und technischer Hindernisse der zuvor genutzten manuellen Variante überlegen ist. Doch im Laufe der Jahre fanden sich immer mehr Interessierte. Vereine, Dorfgemeinschaften, Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und andere Organisationen, die eine solche Wetterstation in ihrem Ort betreiben wollten und das Netz damit weiter komplettiert haben.
50. Wetterstation in Marsberg-Westheim
Im Dezember 2019 wurde mit der Installation der 50. Station an der Westheimer Brauerei im gleichnamigen Marsberger Ortsteil das erste Jubiläum gefeiert. Mittlerweile sind auch größere Organisationen wie der Landesbetrieb Wald und Holz, welcher mit den Wetterstationen insbesondere die Entwicklung der Bodenfeuchtigkeit untersucht, oder Förderprojekte wie Smart-City auf das System aufmerksam geworden. Grund: Die Kenntnis des lokalen Wetters kann essenziell sein für viele Prozesse im kommunalen Geschehen – „digitale Infrastruktur“ sozusagen.
Mit jeder installierten Wetterstation wächst der Wert des nun sehr lokal aufgestellten Wetterstationsnetzes. Themen wie Umweltbildung, lokale Klimainformation, Grundlagen für Land-, und Forstwirtschaft sowie nicht zuletzt der Katastrophenschutz stehen im Mittelpunkt des Interesses. Durch die zahlreichen Besucher auf den Webseiten des Wetterportals Sauerland entsteht zudem eine nicht zu unterschätzende Aufmerksamkeit auf den entsprechenden Standort.