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Weniger Schwerlastverkehr auf Bundesstraßen

Seit der Freigabe der Rahmedetalbrücke auf der A45 bei Lüdenscheid ist im HSK eine leichte Entlastung auf Bundesstraßen spürbar.

Veröffentlicht: Montag, 02.03.2026 23:00

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Die Öffnung der Sauerlandlinie vor Weihnachten hat den LKW-Verkehr im HSK leicht reduziert. Das bestätigt die Stadt Winterberg. Sowohl die Wiederfreigabe der Strecke als auch die angeordneten 30-km/h-Begrenzungen hätten zu einer Reduzierung des Schwerlastverkehrs geführt. Unabhängig von den noch auszuwertenden Verkehrsdaten zeige sich in der täglichen Wahrnehmung eine gewisse Beruhigung der Verkehrssituation, so eine Sprecherin der Stadt Winterberg. Mit den Tempo-30-Zonen sind zum Beispiel die Tempolimits in den Ortsdurchfahrten von Niedersfeld und Züschen gemeint. Diese sind jeweils Teil der B480/B236 und wurden seit der Sperrung der Rahmedetalbrücke von vielen LKWs als Ausweichstrecke genutzt. Für den Verkehr ist die A 45 von großer Bedeutung, weil sie als einzige Nord-Süd-Achse das Sauerland mit dem Ruhrgebiet und Hessen verbindet.

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Wirtschaftlicher Faktor

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Die rund 4-jährige Sperrung der Rahmedetalbrücke hatte nach Angaben der Wirtschaftsverbände in der Region erhebliche Auswirkungen auf die Lieferketten, Unternehmen beklagten zweistellige Umsatzrückgänge. Das Institut der Deutschen Wirtschaft beziffert den Schaden für Betriebe in der Region auf rund 1,5 Milliarden Euro. Deswegen haben auch Sauerländer Unternehmen nach der Freigabe der Rahmedetalbrücke erstmal aufgeatmet. Bislang bleibe der wirtschaftliche Effekt der Öffnung überschaubar, so die Stadt Winterberg.  

Aufgrund der besonderen Struktur des hiesigen Wirtschaftsstandorts seien die Auswirkungen auf viele örtliche Unternehmen eher gering. Einzelne Winterberger Betriebe, insbesondere aus dem industriellen Bereich und vor allem solche mit Geschäftsbeziehungen in die Region rund um die Rahmedetalbrücke, berichteten hingegen von einer deutlichen Entlastung. Transporte von Bauteilen könnten nun wieder deutlich schneller abgewickelt werden, teilweise in etwa der halben Zeit, so die Stadt.

Auch einzelne Handwerksbetriebe im Winterberger Raum unterhalten geschäftliche Beziehungen in Richtung Lüdenscheid. Zudem empfinden auch die regionalen Transportunternehmen die Entwicklung als spürbare Erleichterung. Die Routenplanung ist wieder verlässlicher und effizienter möglich, was sowohl Zeit als auch Kosten reduziert, so die Stadt

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Ähnliches Bild in Hallenberg

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Auch die Hallenberger spüren eine leichte Entlastung vom Schwerlastverkehr. Das bestätigt Bürgermeister Enrico Eppner. Dabei handele es sich aber, ähnlich wie in Winterberg, nur um einen Einschätzung. Eine Verkehrszählung gab es bisher noch nicht. Die B236 führt direkt durch das Hallenberger Stadtgebiet und dient als Ortsdurchfahrt. Dort hatten die vielen LKW soviel Schaden verursacht, dass die B236 vor zwei Jahren saniert werden musste. Auch die Bewohner von Hallenberg haben in den vergangenen Jahren sehr unter dem Schwerlastverkehr gelitten. Lärm, Unfallgefahren und Abgase hätten den Ort stark belastet, so Eppner. Er fordert jetzt weitere Maßnahmen, um die Verkehrssituation in der Stadt weiter zu entspannen. "Dazu gehören zum Beispiel Querungshilfen für Fußgänger oder ein verbesserter Lärmschutz", so der Hallenberger Bürgermeister.

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