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Wolf, Wölfe
© Dr. Henning Vierhaus
Wolf, Wölfe
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Weidetierhalter fordern Schutz vor Problemwölfen

Nach mehreren Wolfsrissen im Raum Olpe fordert der WLV die schnelle Entnahme von Problemwölfen. Auch im Sauerland wächst die Sorge bei Weidetierhaltern.

Veröffentlicht: Mittwoch, 22.04.2026 11:15

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Nach mehreren Wolfsrissen im Raum Olpe fordert der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) ein deutlich schnelleres Vorgehen gegen sogenannte Problemwölfe. Die Sorge bei Weidetierhaltern sei groß - nicht nur im Kreis Olpe, sondern in ganz Südwestfalen. Auch im Sauerland werden immer wieder Wölfe gesichtet und Rissfunde gemeldet.

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Mehrere Risse bei Wenden

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Auslöser der aktuellen Forderung sind mehrere Schafrisse in Scheiderwald bei Wenden. Der WLV spricht von einer massiven Belastung für die betroffenen Betriebe und warnt vor den Folgen für die Weidetierhaltung in der Region.

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WLV: Jagdrecht anwenden

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Vor allem in Mittelgebirgsregionen wie dem Kreis Olpe und weiten Teilen Südwestfalens stünden viele Tierhalter zunehmend unter Druck. Wenn Wölfe Schutzmaßnahmen überwinden oder Schafe in Gebieten reißen, in denen ein ausreichender Schutz kaum zumutbar sei, müsse aus Sicht des WLV unverzüglich gehandelt werden.

Der Verband verweist darauf, dass mit der Änderung des Bundesjagdgesetzes die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen worden seien, um Problemwölfe schneller und rechtssicher zu entnehmen. Jetzt müsse dieses Instrument auch in der Praxis ohne Verzögerung angewendet werden.

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Diese Punkte fordert der Landwirtschaftsverband

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Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband verlangt bei der Umsetzung des Bundesjagdgesetzes vor allem:

  • eine schnelle Feststellung von Wolfsrissen
  • unbürokratische Verfahrensabläufe
  • die schnelle Entnahme von Problemwölfen nach Rissereignissen
  • eine zeitnahe Aufstellung von Managementplänen
  • die Ausweisung unzäunbarer Weidegebiete
  • eine feste Entnahmequote von 40 Prozent des jährlichen Nachwuchses
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Auch das Sauerland ist betroffen

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Das Thema beschäftigt längst nicht nur den Raum Olpe. Nach WLV-Angaben und Daten aus dem Wolfsmonitoring NRW gibt es in Nordrhein-Westfalen bis zu sieben Wolfsgebiete und schätzungsweise bis zu vier Wolfsrudel.

Auch im Sauerland werden immer wieder Wölfe und Rissfunde registriert. Besonders betroffen sind demnach Schmallenberg, Winterberg, Hallenberg und Medebach.

Im Wolfsmonitoring des Landesamtes für Umwelt, Natur und Klima NRW (LANUK) ist für dieses Jahr im Hochsauerlandkreis unter anderem eine Wolfssichtung am 25. Januar in Schmallenberg erfasst. Außerdem wurde am 4. Februar in Schmallenberg-Bödefeld ein Rissfund nachgewiesen. Dabei handelte es sich um Muffelwild.

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Sorge bei Weidetierhaltern wächst

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Für viele Weidetierhalter in Südwestfalen ist die Lage nach Einschätzung des WLV inzwischen existenziell. Der Verband fordert deshalb ein klares Signal der zuständigen Behörden und ein deutlich schnelleres Vorgehen nach Wolfsrissen.

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