Wegen Corona-Shutdown: Einbruch der Übernachtungszahlen im April

Tourismus im Sauerland lag im April brach. 98% weniger Gäste als sonst. Nur Geschäftsreisende durften übernachten.

Ein Wanderschilderbaum auf dem Kahlen Asten. Hier hat der Wanderer die Qual der Wahl.
© Radio Sauerland

Im April haben wegen des Corona-Shutdown nur noch 1800 Gäste im Sauerland übernachtet. Das sind fast 95 000 weniger als im April vor einem Jahr. Die Landesstatistiker haben heute die aktuellen Übernachtungszahlen veröffentlicht. Danach ist die Zahl der Gäste um 98 % eingebrochen. Übernachten durften nur Geschäftsreisende. Erst seit mitte Mai dürfen Hotels wieder Touristen empfangen.

Corona-Pandemie sorgt für Einbruch in der Statistik

Die Zahlen sahen Anfang des Jahres noch sehr gut aus, so der Sauerlandtourismus. Im Januar und Februar lagen sie trotz des milden Winters auf Vorjahresniveau. Dann kam der Corona-Shutdown. Von Januar bis April kamen nur noch 270.000 Gästen ins Sauerland. Damit ist ihre Zahl um 38% gesunken im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. Vergangenes Jahr waren es noch rund 437 000 gewesen. Die Tourismushochburgen Winterberg und Medebach hatten auch die heftigsten Einbrüche.

Tourismus läuft langsam wieder an

Seit einem Monat dürfen Urlauber nach dem Corona-Shutdown jetzt wieder ins Sauerland kommen. Seitdem sind vor allem die Campingplätze und Ferienwohnungen wieder gefragt. Am Pfingstwochenende waren Campingplätze zum Teil ausgebucht. Auch für den Sommer gebe es jetzt schon eine sehr gute Buchungslage, so der Sauerlandtourismus. Fast die Hälfte aller Stellplätze sei bisher schon belegt. Die meisten Reservierungen gebe es aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und den Niederlanden.

Bei den Hotels sei das Buchungsverhalten noch zurückhaltend. Vom aktuellen Trend, Urlaub in Deutschland zu machen, profitierten Mittelgebirge wie das Sauerland bislang kaum, so die Touristiker. Viele Deutsche fahren eher nach Bayern oder an die Nord- und Ostsee. Das sei auch am vergangenen langen Fronleichnamswochenende zu spüren gewesen. Dafür seien viele Tagesausflügler ins Sauerland gekommen.

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