Warnung vor Überflutungen

Alle Röhrbrücken sind gesperrt, dazu kommen zahlreiche Straßen im ganzen HSK.

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Die Leitstelle des Hochsauerlandkreises warnt aktuell kreisweit vor Überflutungen. Personen, die sich in einem betroffenen Bereich aufhalten, sollen Heiz- und Kochgeräte abstellen und das Gebäude verlassen. Der Notruf 112 ist inzwischen stark ausgelastet, heißt es. Die Leitstelle bittet um Geduld. Durch den teils sehr starken Dauerregen gibt es kreisweit vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Seit der Nacht gab es schon mehr als 100 Feuerwehr-Einsätze. 


Schon in der Nacht war Marsberg besonders betroffen. Zahlreiche Keller sind dort vollgelaufen. In Marsberg gab es laut Josef Straub, Leiter der Feuerwehr Marsberg, bis jetzt 35 Einsätze. Besonders betroffen sind und waren Marsberg und Udorf. Aber auch die Feuerwehren in Essentho, Obermarsberg, Westheim, Bredelar/Beringhausen, Borntosten, Leitmar und Padberg (als Bereitschaft) wurden alarmiert. In Udorf trat die Orpe über die Ufer. Sie riss Böschungen und sogar einen Telegrafenmast mit. Außerdem musste die Feuerwehr einen Hof mit Sandsäcken sichern. In fast allen Marsberger Ortsteilen mussten Keller leergepumpt werden. Betroffen sind beispielsweise auch die Grundschule am Burghof in Marsberg, die Sekundarschule in Marsberg, die Naturparkgrundschule in Giershagen und das Stadtarchiv in der Innenstadt. In Leitmar und Essentho stürzte jeweils ein Baum um.

Fotos: Feuerwehr Marsberg/Stadt Marsberg

Unwetter in Marsberg

Einsätze im ganzen Sauerland

Aber auch in Eslohe, Sundern, Schmallenberg und Freienohl gab es schon einige Einsätze, so Polizei, Feuerwehr und Kreis. Der Kreis meldet bis 10.50 Uhr am 14.07. insgesamt 97 Einsätze im ganzen HSK, kreisweit waren insgesamt 170 Einsatzkräfte unterwegs. Die Feuerwehrbereitschaft des HSK hilft zudem in der besonders stark betroffenen Stadt Hagen mit.

Arnsberg scheint dagegen vergleichsweise glimpflich davon gekommen zu sein. In Sundern schildert die Feuerwehr, dass bis zirka 9.35 Uhr insgesamt zehn Einsätze mit 110 Einsatzkräften abgearbeitet wurden. Meistens ging es dabei um vollgelaufene Keller. Einsätze gab es etwa in der Kernstadt Sundern sowie in Hellefeld, Amecke und Langscheid.

Straßensperrungen im HSK:


Wenner Stieg und Abzweig Grevenstein im Bereich Wenholthausen bis mindestens morgen früh gesperrt.


  • L519 zwischen Eslohe-Obersalwey und -Niedersalwey (Hochwasser)


  • L840 Sundern-Altenhellefeld und Meschede-Visbeck (Hochwasser)


  • L914 Schmallenberg-Oberhenneborn (Hochwasser)


  • L928 zwischen Schmallenberg-Bracht und Lennestadt-Gleierbrück (drohender Hangrutsch)


  • die Kreisstraße K 24/7 zwischen der L 839 (bei Hellefeld) und Linnepe muss aufgrund von "Fahrbahnüberflutungen" bis auf Weiteres gesperrt werden.


  • die Kreisstraße K 32/5 von Frielinghausen in FR Lochtop/Grimminghausen muss aufgrund von "Fahrbahnüberflutungen" bis auf Weiteres gesperrt werden.


  • die Kreisstraße K 6/4 zwischen Westenfeld und Altenhellefeld muss aufgrund von "Fahrbahnüberflutungen" bis auf Weiteres gesperrt werden.


  • die B511 bei Dorlar ist nach einem Erdrutsch komplett gesperrt


  • in Arnsberg-Oeventrop ist die Dinscheder Brücke sowie die daran anschließende Glösinger Straße bis "Zum Siepenbach" gesperrt



Brückensperrungen im Kreis

Die ersten Brücken müssen aufgrund übertretener Flüsse gesperrt werden, so die Polizei am späten Nachmittag. Betroffen ist zur Zeit die Röhr und all ihre Brücken. In Arnsberg-Oeventrop ist die Dinscheder Brücke gesperrt.

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