
Die Stillgewässer im Wald übernehmen eine Schlüsselrolle für Biodiversität, Klimaschutz und Wasserhaushalt. In der vergangenen Woche sind im Wald der Gemeinde Bestwig mehrere dieser wertvollen Kleingewässer im Wald der Gemeinde Bestwig erfolgreich freigestellt und entschlammt worden. Das sei ein bedeutender Beitrag zur ökologischen Aufwertung der Waldlandschaft, so das Regionalforstamt Soest-Sauerland. Die historischen Waldteiche sind in den letzten Jahrzehnten zunehmend verlandet, verschattet oder durch Sedimente beeinträchtigt worden. Einträge von Laub, Bodenmaterial und totem Holz lassen die Gewässer langsam verlanden, während dichter Bewuchs an den Ufern den Lichteinfall blockiert. Damit verlieren Amphibien, Libellen, Wasserkäfer und zahlreiche weitere Arten lebenswichtige Rückzugsräume. „Waldgewässer gehören zu den artenreichsten Strukturen im Wald – und zugleich zu den empfindlichsten“, erklärt Heike Hermann vom Regionalforstamt Soest-Sauerland. „Ohne gezielte Pflege würden viele davon als Lebensraum nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die Maßnahme an den Teichen ist in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Hochsauerlandkreises, der Gemeinde Bestwig als Waldbesitzerin und dem Regionalforstamt Soest-Sauerland durchgeführt worden. Die Verantwortlichen zeigen sich zufrieden: „Wir haben hier ein Stück Natur wiederhergestellt, das für viele Jahre Lebensraum und Rückzugsmöglichkeit für viele Tier- und Pflanzenarten bieten wird. Solche Maßnahmen sind kleine, aber sehr wichtige Bausteine für einen klimastabilen und lebendigen Wald.“
Teiche brauchen regelmäßige Pflege
Die revitalisierten Teiche tragen zur Wasserspeicherung im Wald bei – ein immer wichtigerer Faktor angesichts zunehmender Trockenperioden. Sie fungieren als kleine „Wasserdepots“, die das Mikroklima stabilisieren und angrenzende Vegetation schützen. Damit die Gewässer dauerhaft erhalten bleiben, sind regelmäßige Kontrollen notwendig. „Ein einmal entschlammtes und freigestelltes Stillgewässer ist kein Selbstläufer“, betont Revierförster Michael Eilinghoff. „Es braucht eine regelmäßige Pflege, um Verlandung und Beschattung entgegenzuwirken.“