
Borkenkäfer und Trockenheit habe viele Wälder im Sauerland zerstört. Deshalb steigt bei uns die Waldbrandgefahr. Auch die Eifel und das Bergische Land gehören inzwischen zu den gefährdeten Gebieten in NRW. Während es früher meist um kleine Brände und Bodenfeuer ging, gebe es immer mehr Vollfeuer mit brennenden Baumkronen, so Wald und Holz NRW. Die Landesregierung hat daruf reagiert:
Das erste geländefähige Feuerwehrauto in NRW ist 2023 im Hochsauerlandkreis in Betrieb genommen worden . Seitdem ist es in Arnsberg stationiert. Dort findet die Ausbildung von Fachleuten statt. Der "Firefighter" kann sich abseits der Wege bewegen und zusätzlich über Feuer fahren und so effektiver Waldbrände bekämpfen. Außerdem passt in den Firefighter die doppelte Menge an Wasser, im Vergleich zu einem normalen Feuerwehrauto. Im Hochsauerlandkreis hat es den verheerendsten Waldband 2022 in Sundern-Stemel gegeben. Insgesamt waren über 750 Einsatzkräfte vor Ort.
Ab sofort steht auch ein "Firefighter" in der Eifel.
Langfristig mehr Waldbrände
An immer mehr Tagen im Jahr ist die Waldbrandgefahr in Teilen von NRW hoch oder sehr hoch. "Wir haben eine deutliche Zunahme", sagt Andreas Brömser, Agrarmeteorologe beim Deutschen Wetterdienstes (DWD) der dpa. Im Mittel der Jahre 1961 bis 1990 sind die Stufen 4 und 5 des Waldbrandgefahrenindex an 2,5 Tagen im Jahr erreicht. Von 1991 bis 2020 war das im Schnitt an 5,6 Tagen der Fall. In diesem Jahr sind es bisher durch die Trockenheit im Juli schon 7 Tage.
"Es ist wahrscheinlich, dass sich der Trend langfristig fortsetzen wird", meint Brömser. Ein Faktor seien die Niederschläge. Seltener als früher gebe es flächendeckenden Landregen, der Boden allmählich durchnässe. Bei dem zunehmend auftretenden Starkregen fließe viel Regen oberflächlich ab, nur wenig trage zur Durchfeuchtung des Bodens bei. Höhere Temperaturen führten zu höherer Verdunstung, die obere Bodenschicht trockne schneller aus.