
+++Update 11:30+++
Die Feuerwehr hat die ursprünglich herausgegebene Brandfläche von 100 Hektar auf mittlerweile 35 Hektar reduziert. Grund sind bessere Drohnenaufnahmen mit weniger Rauch, welche eine bessere Auswertung der Bilder ermöglichen, so ein Sprecher der Marsberger Feuerwehr. Der Brand ist mittlerweile weitestgehend unter Kontrolle. "Nur noch an einem schwer zugänglichen Hang müssen wir gerade noch verstärkt bewässern, um die Brände im Boden zu löschen", so Ralph Pohl, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Marsberg. Es laufen bereits umfangreiche Nachlöscharbeiten, dazu zählt dann zum Beispiel die Suche nach verbliebenen Glutnestern. Rund 400 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind noch vor Ort, darunter Löschzüge aus Dortmund, Münster und Bochum. Wann der Brand jedoch endgültig gelöscht ist, ist noch völlig unklar, heißt es.
Der Waldbrand in Helminghausen ist der größte Feuerwehreinsatz der vergangenen Jahrzehnte im Stadtgebiet Marsberg und im gesamten HSK. An den bisherigen Einsatzmaßnahmen waren mehr als 650 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in wechselnden Schichten beteiligt, so die Stadt Marsberg. Landwirte und Forstunternehmen beteiligten sich mit ihren Maschinen und Geräten ebenfalls an der Brandbekämpfung. Der Leiter des Amtes Bürgerdienste und Ordnung, Michael Martin, weist darauf hin: „Der Waldbrand in Helminghausen hat uns deutlich vor Augen geführt, wie schnell sich bei der Trockenheit ein Brand ausbreiten kann. Mit Nachdruck appelliere ich an die Bevölkerung, draußen offenes Feuer jeder Art zu unterlassen.“ Bürgermeister Koch, der mit Führungskräften von Ordnungsamt, Stadtwerken und Betriebshof, vor Ort war, dankt allen Einsatzkräften und Unterstützenden ausdrücklich für ihren außergewöhnlichen Einsatz sowie die hervorragende interkommunale Zusammenarbeit über Stadt-, Kreis- und Landesgrenzen hinweg.
+++Update 10:00+++
Es sind immer noch rund 400 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Alle Straßensperrungen rund um Helminghausen werden aufrecht erhalten, so ein Sprecher des Hochsauerlandkreises. Außerdem sollen vorsorglich in Madfeld, Radlinghausen und Rösenbeck Fenster und Türen geschlossen bleiben. Lüftungen und Klimaanlagen sollten ebenfalls nicht benutzt werden.
+++Update 07:50+++
Der Hochsauerlandkreis hat vor wenigen Minuten ein Update zu der Lage in Helminghausen herausgegeben. Nach dem vorliegenden Lagebericht der Einsatzleitung war der Grundschutz der Brandfläche in der Nacht durch örtliche Kräfte sichergestellt. Die Einsatzmaßnahmen waren in mehrere Abschnitte gegliedert. Im Einsatzabschnitt Wald lag der Schwerpunkt auf der Sicherung einer Riegelstellung und der weiteren Brandbekämpfung; als besondere Herausforderung wird ein mögliches Wiederaufflammen seitens der Einsatzleitung benannt. Im Einsatzabschnitt Remstoß wurde die Lage gegen 03:00 Uhr als statisch bewertet, dort liefen Nachlöscharbeiten. Ein weiterer Schwerpunkt bestand in der Löschwasserversorgung der Einsatzabschnitte sowie in der Versorgung und sanitätsdienstlichen Absicherung der eingesetzten Kräfte.
Nach derzeitiger Lageeinschätzung ist von einer betroffenen Fläche von rund 100 Hektar auszugehen. Die Flächenangabe stellt einen vorläufigen Lagewert dar und kann sich im weiteren Einsatzverlauf aufgrund fortlaufender Erkundung und Lagebewertung noch verändern, heißt es. Für die Morgenstunden ist eine schrittweise Ablösung und Ergänzung von Einsatzkräften vorgesehen. Aufgrund der fortbestehenden Gefahr von Glutnestern und erneutem Aufflammen sind die Nachlöscharbeiten und die laufende Lagebeobachtung weiterhin von besonderer Bedeutung. Auch die anstehende Hitze könnte zum Problem werden.
Wetterlage: Am frühen Morgen lagen die Temperaturen im Raum Marsberg bei etwa 14 °C. Im Tagesverlauf wird eine deutliche Erwärmung auf Werte von etwa 35 bis 36 °C erwartet. Für Marsberg besteht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes von 11:00 bis 19:00 Uhr eine amtliche Warnung vor Hitze. Die im Lagebericht enthaltene DWD-Ausbreitungsprognose für 06:00 Uhr und 08:00 Uhr wird deshalb fortlaufend in die taktische Lagebeurteilung einbezogen. Sie zeigt eine gerichtete Ausbreitungszone.
"Die Einsatzlage bleibt dynamisch. Die derzeit angenommene betroffene Fläche von rund 100 Hektar beruht auf dem aktuellen Lagebild und ist als vorläufige Angabe zu verstehen. Belastbare Aussagen zur Brandursache oder zu einem Zeitpunkt für das vollständige Einsatzende liegen derzeit nicht vor. Maßgeblich bleiben die weiteren Lagefeststellungen der zuständigen Einsatzleitung und die amtlichen Wetterinformationen", so ein Sprecher des Hochsauerlandkreises.
+++Update 07:43+++
Feuerwehreinheiten aus den Kreisen Höxter, Paderborn, Waldeck Frankenberg, und zum Beispiel auch auch aus Dortmund und vom Niederrhein sind in Marsberg-Helminghausen vor Ort, um die Löscharbeiten zu unterstützen.
+++Update 05:40+++
Der Stab für Sonderlagen des Hochsauerlandkreises hat jetzt nochmal ein Statement herausgegeben: Nach wie vor sind Einsatzkräfte in den betroffenen Gebieten in Marsberg-Helminghausen mit umfangreichen Maßnahmen vor Ort. Der Bereich sollte weiterhin weiträumig umfahren werden, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Aufgrund der Lichtverhältnisse können aktuell keine Aussagen zur Rauchentwicklung getroffen werden. Bitte haltet vorsorglich in Madfeld, Radlinghausen und Rösenbeck weiterhin Fenster und Türen geschlossen und schaltet Lüftungen und Klimaanlagen ab. Aktuell kam es aufgrund von Funkenflug zu weiteren Wipfelfeuern. Aufgrund der aktuellen Wetter- und Windlage kann es zu einer weiteren Ausbreitung des Feuers kommen. "Wir bitten die Bevölkerung, das betroffene Gebiet weiträumig zu meiden, um die Einsatzmaßnahmen nicht zu behindern und die eigene Sicherheit nicht zu gefährden", so der Kreis. Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten bereits im Rahmen des Einsatzes ärztlich behandelt werden. "Aufgrund der anhaltenden Trockenheit bitten wir außerdem die Bevölkerung, besondere Vorsicht in unseren Wäldern walten zu lassen und Warnhinweise wie Grill- und Rauchverbote im Wald zu beachten", mahnt ein Sprecher des Hochsauerlandkreises.
+++Update 05:23+++
Die Straßensperrungen der L800/912 Diemeltalsperre Am See 1, Diemelseestraße ab Hausnummer 25, L912 Messinghausen in Richtung Helminghausen bestehen weiterhin, so die Polizeileitstelle. Der Waldbrand lodert weiter, immer noch kämpfen rund 300 Feuerwehrleute gegen die Flammen an. Eine Lageupdate aus Helminghausen soll gegen 8 Uhr folgen, so ein Feuerwehrsprecher.
+++Update 00:00+++
250.000 Quadratmeter/ 25 Hektar groß ist der Waldbrand in Helminghausen mittlerweile. Das bestätigt Feuerwehrsprecher Frank Steker auf Radio Sauerland Nachfrage. "Diese Fläche haben wir so in der Nacht bestimmt", so Steker. Vor Ort hat ein Wechsel der Einsatzkräfte stattgefunden. Die Zahl der Einsatzkräfte wurde außerdem von 475 auf rund 300 reduziert. Der Brand ist Stand jetzt immer noch nicht unter Kontrolle.
+++Update 20:00+++
Rund 475 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, DRK, Malteser und THW sind aktuell vor Ort. Überörtliche Kräfte aus NRW sind auf dem Weg zum Waldbrand Helminghausen. Der Waldbrand breitet sich aktuell in Richtung Messinghausen aus. Der Bereich sollte weiträumig umfahren werden, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern, so die Stadt Marsberg und der Hochsauerlandkreis. Folgende Strecken sind aktuell gesperrt: L800/912 Diemeltalsperre Am See 1, Diemelseestraße ab Hausnummer 25, L912 Messinghausen in Richtung Helminghausen. Der Rauch zieht momentan auch in das Stadtgebiet Brilon. Fenster und Türen sollten geschlossen und Lüftungen und Klimaanlagen abgeschaltet werden.
+++Update 18:00+++
Die Trinkwasserversorgung in Helminghausen ist sichergestellt. Das Wasser kann problemlos genutzt werden. Die Polizei hebt die Warnung wieder auf. Die Stadt Marsberg bittet weiterhin um einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser, um die Löschwasserversorgung der Einsatzkräfte nicht zu gefährden.
Die Sperrung der Zufahrtsstraßen nach Helminghausen bleiben bis auf Weiteres bestehen.
+++Update 16:45+++
Die Polizei informiert, dass das Trinwasser in Helminghausen durch die Löscharbeiten eingetrübt ist. Es sollte nicht getrunken werden.
Die Stadt Marsberg bittet die Bevölkerung dringend, im Stadtgebiet den Wasserverbrauch auf das Notwendigste zu reduzieren. Der Marsberger Bürgermeister Koch bittet alle Bürgerinnen und Bürger, ihre Wasserentnahme aus dem Trinkwassernetz vorübergehend auf das unbedingt Notwendige zu reduzieren. "Wir müssen sicherstellen, dass unseren Einsatzkräften ausreichend Löschwasser zur Verfügung steht.
Bitte halten Sie sich von dem betroffenen Gebiet fern und behindern Sie die Einsatzkräfte nicht. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis", so Koch. Er ist auch an der Einsatzstelle gewesen und bedankt sich bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und allen weiteren Einsatzkräften: "Was hier ehrenamtlich geleistet wird, verdient unser allergrößtes Lob und höchste Anerkennung."
+++Update 15:22+++
Der Brand eines Feldes in Helminghausen hat auch den Wald in Brand gesetzt. Es läuft ein Großeinsatz der Feuerwehr. Ein Löschhubschrauber der Bundespolizei ist angefordert worden, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Nach Auskunft der Feuerwehr Marsberg sind weit über 100 Feuerwehrleute im Einsatz.
Eine große Rauchwolke steht über Teilen von Marsberg. Die WarnApp Nina hat Alarm ausgelöst. Sie ruft dazu auf, das betroffene Gebiet rund um den Waldbrand in Helminghausen zu meiden. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten und Lüftungen und Klimaanlagen abschalten.
Sämtliche Zufahrtsstraßen nach Helminghausen sind wegen des Feuerwehreinsatzes gesperrt Die Polizei bittet, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Nach Olsberg und Sundern-Stemel brennt es jetzt in Marsberg. Nach ersten Angaben der Polizei läuft ein Feuerwehreinsatz. In Helminghausen brennt ein Feld. Von dort drohen die Flammen auf den Wald überzugreifen. Die Alarmierung ist um 14 Uhr 10 eingegangen. Wohnhäuser sind nicht in Gefahr.




