
Der Waldbrand in Marsberg-Helminghausen belastet die Stadt Marsberg finanziell stark. Eine genaue Summe kann die Verwaltung zwar noch nicht nennen. Klar ist aber schon jetzt: Die Mittel im Feuerwehrbudget reichen voraussichtlich nicht aus, eine Aufstockung werde nötig, so die Marsberger Stadtverwaltung. Noch sind nicht alle Rechnungen bezahlt. In der Sitzung des Rates zieht die Stadtverwaltung heute eine weitere Zwischenbilanz.
Stadtwald und Forstwege beschädigt
Vom Waldbrand betroffen sind zwei städtische Waldflächen mit zusammen 11,6 Hektar. Auf der größeren Fläche hatte die Stadt 2022 Mischwald gepflanzt. Dort lagerte außerdem geschlagenes Holz, das verkauft werden sollte. Auf der kleineren Fläche stand ein alter Buchenbestand. Wie groß der Schaden an den Bäumen und am Holz genau ist, muss noch ermittelt werden. Schwere Einsatzfahrzeuge haben zudem Forstwege teilweise stark beschädigt. Auch die Kosten für deren Instandsetzung stehen noch nicht fest.
Hohe Kosten für die Stadt Marsberg
Bereits Anfang September hatte die Stadt Marsberg eine vorläufige Rechnung über die Folgekosten des Waldbrandes von rund 25.000 Euro aufgemacht. Schon jetzt liegen die Ausgaben weit höher. Bislang sind rund 85.400 an Einsatzkosten erfasst. Das ist der vorläufige Stand vom 22. September 2026 - weitere Rechnungen stehen noch aus, so die Marsberger Stadtverwaltung.
Die größten erfassten Ausgaben entfallen auf Treibstoffe mit rund 27.300 Euro, auf Verpflegung und Übernachtungen mit rund 25.800 Euro sowie auf Dienstleistungen - etwa für Fahrzeuge, Maschinen und Unterstützung durch Hilfsorganisationen - mit rund 17.300 Euro.
Die Stadt hat den Schaden im Stadtwald ihrer Versicherung gemeldet. Ob und wie viel die Versicherung zahlt, ist noch offen. Auch deshalb lassen sich die finanziellen Folgen des Brandes derzeit nicht abschließend beziffern.
Größter Waldbrand der letzten Jahrzehnte
Der Waldbrand war am Nachmittag des 13. August im Bereich „Zum Birkenhof“ in Helminghausen ausgebrochen. Der Flächenbrand hatte sich wegen der Trockenheit schnell auf das angrenzende Waldgebiet ausgedehnt. Daraus entwickelte sich der größte Feuerwehreinsatz der vergangenen Jahrzehnte im Marsberger Stadtgebiet. Neben nahezu allen Einheiten der freiwilligen Feuerwehr Marsberg waren zahlreiche überörtliche Einsatzkräfte aus Nordrhein-Westfalen und Hessen an der Bewältigung des Feuers beteiligt. Der Großeinsatz bei Helminghausen dauerte mehrere Tage.